Kreuz & Quer Bibelseminar: Audio-Dateien zu den Vorträgen

November 23, 2006

Guten Morgen!

Eben habe ich über Google herausgefunden, dass man auf der Homepage der Lifebase-Gemeinde in Gerlingen  die einzelne Vorträge von Adolf und Kornelius Novak zu den bisherigen Themen zu Gottes Heilsplan und zum Verkündigerseminar auch als mp3 zum Anhören runterladen kann! Auch ne tolle Möglichkeit, deswegen hier der Link:

Link zu den Audio-Dateien


Neues Material

November 19, 2006

So, heute habe ich mir mal wieder die Zeit genommen, die letzten beide Mitschriebe (leider habe ich Gottes Heilsplan – Teil 3 verpasst) des Kreuz & Quer – Bibelseminars in Gerlingen abzutippen. Wie immer sind es meine persönlichen Gedanken, bzw. dass was mir wichtig war, aber ich denke vielleicht kann der eine oder andere auch etwas damit anfangen.Die Seminare sind wirklich sehr herausfordernd und machen trotzdem einen riesen Spaß. Gestern z.B. hatten wir das Thema Bekehrung, wo Kornelius Novak uns Dinge erklärt hat, die mich sicherlich noch bis zum nächsten Mal beschäftigen werden. Vielleicht werde ich auch noch den einen oder anderen Beitrag hier dazu schreiben.

An dieser Stelle möchte ich die Leser aus dem Raum Karlsruhe bis Stuttgart noch einmal herzlich zu diesem Seminar einladen! Es findet jeden 1. und 3. Samstag im Monat statt und dauert immer nur 3 Stunden (von 10-13 Uhr). Das ganze kostet nichts, jeder spendet soviel wie er will oder kann.

Nähere Informationen findet ihr hier:
http://www.kreuzundquer.holyriders.de/

Meine Mitschriebe:

Kreuz & Quer Bibelseminar – Gottes Heilsplan Teil II

Kreuz & Quer Bibelseminar – Bekehrung in ihren Zusammenhängen


Was geht es mich an?

November 16, 2006

Ich möchte dich heute einmal ganz persönlich fragen, was sind eigentlich so deine Gedanken, wenn du hier in Linie 7 jemand im Open Mic reden hörst?

Interessiert dich das, oder denkst du eher, dass das alles was hier so erzählt wird, nichts mit dir zu tun hat?

Vielleicht verstehst du manches auch nicht, was hier so geredet wird.

Vielleicht hältst du einen Großteil der Leute hier auch nur für Freaks oder Idioten.

Ich kann es verstehen, wenn vieles einen heutzutage nicht mehr persönlich interessiert.

Wir leben heute eben in einer Informationsgesellschaft.

Und um nicht vor lauter Information zu ersticken, müssen wir die Informationen filtern.

Was betrifft mich überhaupt persönlich, und was ist eher uninteressant?

Was interessiert mich z.B.? – Freunde, Fußball, mein PC, Frauen…

Da investiere ich Zeit rein.

Vieles interessiert mich auch nur am Rande, d.h. ich nehme es zwar wahr, beschäftige mich aber nicht näher damit.

Krieg, Not und Elend…Gott.

Ich finde es interessant, wie viele Menschen sagen, ja ich glaube schon, dass es einen Gott gibt, eine Art höheres Wesen, aber

1. nicht so wie ihn die Bibel beschreibt und

2. betrifft mich das nicht persönlich, deswegen beschäftige ich mich auch nicht näher damit.

Erst gestern hat so eine Zeitschrift der AOK in einer Befragung 10 junge Menschen nach ihrem Glauben gefragt, und nur 2 davon haben gesagt, dass sie an einen persönlichen Gott glauben.

Dabei ist dieser Gott nicht nur ein höheres Wesen, das irgendwo da oben im Himmel sitzt und manchmal in die Geschehnisse dieser Welt eingreift, was wir Menschen aber dann sowieso nur Schicksal nennen.

Nein, ganz im Gegenteil!

Dieser Gott ist ein persönlicher Gott, der eine ganz enge, persönliche Beziehung zu dir haben will – weil er dich ganz persönlich liebt.

Er ist so interessiert an dir, dass er sogar jedes einzelne Haar auf deinem Kopf gezählt hat! Das sagt er uns durch die Bibel.

Und diese Tatsache betrifft dich ganz persönlich!

Das ist nichts was man nur am Rande wahrnehmen und zur Seite schieben kann, wenn es mich nicht interessiert.

Da geht es nämlich um mehr, da geht es letztendlich um Leben oder Tod.

Am Anfang der Bibel lesen wir etwas über die ersten Menschen, Adam und Eva. Gott hatte diesen beiden Menschen einen Platz zum leben geschaffen, im wahrsten Sinne des Wortes ein Paradies.

In diesem Paradies hatte Gott dem Menschen einen geordneten Rahmen gegeben, mit der Aufgabe, sich um den Garten zu kümmern und dass sie Kinder kriegen sollten. Adam und Eva lebten in völligem Frieden mit Gott und hatten alles was sie zum glücklich sein gebraucht hätten.

Gott hatte den beiden nur ein Gebot in Form von zwei Bäumen gegeben und gesagt, dass sie die Früchte von diesen Bäumen nicht essen dürfen.

Man könnte sich fragen, wieso hat Gott überhaupt die Möglichkeit gegeben, sein Gebot zu übertreten, indem er dieses Gebot aufgestellt hat?

Echte Liebe, echtes Vertrauen muss nun mal freiwillig sein.

Diese Liebe war perfekt. Denn wenn etwas perfekt sein soll, dann darf es nicht nur funktionieren. Perfekt ist es, wenn es etwas freiwillig und aus Überzeugung getan wird, nicht weil es dazu gezwungen wird, zu funktionieren. Genau das wollte Gott von Adam und Eva.

Die Menschen damals hatten die Möglichkeit Gott freiwillig und aus Liebe (aus Überzeugung) zu gehorchen, indem sie sein Gebot hielten und nicht von den Bäumen aßen.

Sie konnten Gottes Gebot aber auch ablehnen und ihm nicht gehorchen, indem sie von der Frucht aßen.

Die gleiche Entscheidung kannst du heute auch noch ganz persönlich treffen – du kannst Gottes Liebe entweder annehmen oder ablehnen.

Adam und Eva haben nicht auf Gott gehört. Trotz des Verbots aßen sie von der Frucht eines Baumes.

Sie waren Gott also ungehorsam und damit kam die Sünde in die Welt.

Genauso wie Adam und Eva damals, folgt der Mensch jetzt seinem eigenen Willen und seinen eigenen Zielen, und nicht dem Willen und den Zielen Gottes.

Das war auch etwas, was in dieser AOK-Umfrage fast alle Teilnehmer gesagt haben: Jeder Mensch kann selbst über sein Leben bestimmen.

Besser formuliert wäre vielleicht, jeder Mensch will selbst über sein Leben bestimmen.

Wir hören nicht mehr auf das, was Gott zu unserem Leben zu sagen hat, wir sind ihm ungehorsam.

Das ist genauso, wie wenn früher unsere Eltern uns eine Aufgabe gegeben haben und wir aber lieber das gemacht haben, was wir für richtig hielten, auch wenn es genau in die entgegen gesetzte Richtung ging.

Wir waren damit unseren Eltern ungehorsam.

Als Sünde kann man natürlich auch einzelne Taten bezeichnen, aber Sünde betrifft auch unsere ganze menschliche Natur.

Jeder Mensch hat schon von Geburt an den Drang zu sündigen.

Jeder Mensch hat von Geburt an den Drang zu sündigen, und früher oder später wird er dies auch tun. Und unser sündiges Wesen trennt uns von Gott!

Wir Menschen haben den Respekt vor Gott verloren.

Wir vertrauen nicht mehr auf Gott, sondern haben unser eigenes Ich als Herr über unser Leben gesetzt.

Es geht nur noch um das was wir wollen.

Das ist eine Tatsache, ob du jetzt an Gott glaubst oder nicht.

Wenn du nicht an Gott glaubst, vertraust du ja so oder so nur auf dich selbst und tust was du für richtig hälst. Du kannst gar nicht wissen ob es einen Gott gibt oder nicht!

Sünde trennt die Verbindung zwischen Gott und dem Menschen. Da wird eine Leitung durchschnitten.

Wir hatten es vor 2 Wochen über die 5 natürlichen Sinne des Menschen.

Diese durchtrennte Leitung sehe ich sozusagen als unseren 6.Sinn – die Fähigkeit Gott wahrzunehmen.

Und diese Leitung wird durch die Sünde durchtrennt.

Und der Mensch kann diese Leitung von sich aus nicht mehr reparieren.

Diese Trennung hat aber nicht nur Auswirkungen auf unser Leben hier auf der Erde, sondern vor allem auch auf unser Leben in der Ewigkeit!

Unser innerer Geist ist nämlich unsterblich und wir auch nach unserem Tod weiterleben.

Ich denke jeder Mensch spürt diese Unendlichkeit.

Das wird schon deutlich, weil sich niemand von uns vorstellen kann, dass das Leben nach dem Tod einfach vorbei sein soll.

Die Bibel sagt ganz viel darüber, was nach unserm Tod mit uns geschehen wird.

Ich möchte dazu einige Verse aus der Bibel vorlesen:

und dass er euch, die ihr jetzt leiden müsst, mit uns zusammen von allen Leiden befreit. Das wird geschehen, wenn Jesus, der Herr, vom Himmel kommt und alle ihn sehen werden. Er kommt mit den Engeln, die seine Befehle vollstrecken, und in loderndem Feuer, um Vergeltung zu üben an allen, die Gott nicht ehren und die Gute Nachricht von Jesus, unserem Herrn, nicht gehorsam annehmen. Als Strafe verhängt der Herr in seiner Macht und Herrlichkeit ewiges Verderben über sie. Das geschieht an dem Tag, an dem er kommt, um von allen, die ihm gehören, von allen, die zum Glauben an ihn gekommen sind, geehrt und umjubelt zu werden – auch von euch, denn ihr habt ja der Botschaft geglaubt, die wir euch gebracht haben.

2.Thessalonicher 1, 7-10

Wenn dein Gedanke ist, schön und gut, aber was betrifft das mich oder was solls, dann verbringe ich halt die Ewigkeit ohne Gott. Macht bestimmt sowieso mehr Spaß.

Dazu 2 Gedanken: Gott hatte die Menschen geschaffen, um Gemeinschaft mit ihnen zu haben.

Er will unser Gott sein und wir sollen sein Volk sein.

Etwas kann nur funktionieren, wenn es so läuft, wie es ursprünglich geplant war.

Und 2. denke ich, dass es nicht schön sein wird, die Ewigkeit ohne Gott zu verbringen.

Viele Menschen werden erst nach ihrem Tod erkennen, was ewige Trennung von Gott eigentlich wirklich bedeutet, wenn Gott wirklich nicht mehr für diese Menschen da ist, wenn er wirklich nicht mehr eingreift!

Vieles von Gottes Eingreifen in dieser Welt nehmen wir nämlich oft gar nicht war!

Eben weil unser 6. Sinn, Gott wahrzunehmen, total verkümmert ist.

Wir interpretieren es als Zufall oder schreiben es unserer eigenen Leistung zu.

Die Bibel sagt:“…da wird Heulen und Zähne klappern sein.“

Das klingt nicht sehr einladend!

Wie können wir diesem Schicksal entkommen?

In diesem Bibelabschnitt war von der Guten Nachricht von Jesus die Rede – von seiner Botschaft, die ihr gehört habt.

Jesus ist auf die Erde gekommen, um uns Menschen vor unserem unausweichlichen Schicksal, der ewigen Verdammnis, zu retten.

Er hat die Strafe, die wir verdient haben, auf sich genommen.

Er ist am Kreuz für uns gestorben, damit wir wieder in Gottes Gegenwart kommen können.

Was den Menschen unmöglich ist, hat Gott durch Jesus selbst möglich gemacht.

Und Jesus lädt jeden Menschen ein, wieder in Gottes Gegenwart zu kommen, wenn wir ihn in unser Leben aufnehmen.

Gott will, dass alle Menschen gerettet werden!

Er liebt dich so sehr, so wie er dich immer geliebt hat und immer lieben wird!

Egal was du in deinem Leben bisher für Scheiße gebaut hast, Gott liebt dich trotzdem.

Und er wünscht sich nichts sehnlicher, als dass du heute zu ihm kommst und ihn wieder Herr über dein Leben sein lässt!


Ich kann ja nix dafür…

November 15, 2006

Da dieser Beitrag täglich mehrmals aufgerufen wird, habe ich mir gedacht, dass es an der Zeit wäre, ihn einmal zu aktualisieren, da sich bestimmte Ansichten seit damals geändert haben.

Dieser Gedanke hat lange Zeit unbewusst meinen Umgang mit Sünde bestimmt.

Es gab gewisse Dinge, die tat ich immer wieder, obwohl mir eigentlich klar war, dass es so nicht von Gott gewollt und somit Sünde ist.

Ich muss gestehen, dass ich lange Zeit ein Problem mit Pornographie im Internet hatte und mit den natürlich daraus folgenden Handlungen (Ja man, man nennt das auch Selbstbefriedigung!).

Natürlich werden viele das nicht als Problem sehen, bzw. als ein Problem, dass Christen „sich selber machen“ (im wahrsten Sinne des Wortes), aber glaubt mir, ich habe viel darüber nachgedacht, auch, ob Gott vielleicht überhaupt kein Problem mit Selbstbefriedigung hat.

Ich hatte auch schon Aussagen gehört, wenn dazu nichts in der Bibel steht, dann hält Gott dass auch nicht für so wichtig!

Aber ich bin der Meinung, dass Selbstbefriedigung nicht nur ein Problem ist, weil ich es zu einem mache, sondern dass dieses Thema für Gott eine Rolle spielt.

Ich merke das es sehr wohl ein Problem ist, und nicht nur weil ich Christ bin und der Meinung bin, dass Gott das nicht gut findet.

Wenn ich merke, dass ich etwas nicht unter Kontrolle habe, wenn es mich beherrscht, sprich wenn ich süchtig danach bin, dann wird jeder vernünftig denkende Mensch mir zustimmen, dass das nicht gut für mich sein kann.

Und wer fast täglich onanieren muss, der ist in meinen Augen süchtig.

Was macht sexuelle Selbstbefriedigung noch?

In Verbindung mit Pornographie benutze ich einen anderen Menschen dazu, meine Bedürfnisse zu befriedigen. Ich benutze einen anderen Menschen dazu, nicht mehr als eine Wichsvorlage für mich zu sein.

Ich glaube nur sehr wenige Darstellerinnen sind über das was sie machen wirklich glücklich (Dazu muss man nur einmal die Berichte auf xxxchurch.com lesen). Viele Frauen machen es nur des Geldes wegen, oder weil sie sich nach Liebe sehnten und diese Sehnsucht von skrupellosen Menschen ausgenutzt wurde.

Und genau hier liegt unser eigentliches Problem – unsere Einsamkeit!

Dazu möchte ich euch an dieser Stelle folgende Beiträge empfehlen:

Das Loch in deinem Herzen ; Die Vaterliebe Gottes ; Was ist Liebe? ; Was ist Liebe? II

Viele Menschen haben sowieso einen gestörten Umgang mit sexueller Selbstbefriedigung. Ich meine, wer macht das schon freiwillig oder gibt es offen zu? Der Akt geschieht ja meistens sowieso aus einer „Notlage“ heraus, oder?

Das alles geschieht heimlich und stört meinen Umgang mit realen Frauen, weil ich nicht lerne offen mit ihnen umzugehen, vielleicht nicht lerne, offen zu sagen was ich will, sondern meinen Drang nach menschlicher Nähe dann lieber im Geheimen selbst befriedige.

Viele Männer fühlen sich danach irgendwie „dreckig“, auf jeden Fall merken wir, dass da ja irgendwie nur ein billiger Ersatz für den wahren sexuellen Akt zwischen Mann und Frau ist.

Ich will hier übrigens nicht behaupten, dass nur Männer ein Problem mit Selbstbefriedigung hätten, nene, Frauen haben genauso ein Problem damit! Aber ich bin nun mal ein Mann, und kann deshalb auch nur aus meiner Sicht schreiben.

Nun, um aber wieder auf die christliche Schiene zurückzukommen. Ich glaube sexuelle Selbstbefriedigung ist vor allem in Gemeinden, also bei jungen Christen ein Problem!

Wieso? Weil nicht darüber gesprochen wird!

Viele junge christliche Männer und Frauen haben ein Problem mit Selbstbefriedigung, aber niemand traut sich darüber zu sprechen!

Und deswegen glaubt der junge Christ, dass er der Einzigste in seiner Gemeinde ist, der damit ein Problem hat. Weil das aber jeder denkt, und sich niemand bloß stellen will, schweigen wir alle darüber.

Die Selbstbefriedigung wird jedoch für uns immer mehr zum Problem und wir kommen einfach nicht damit klar! Da können wir noch so oft zu Gott schreien oder ihn „danach“ 1000mal um Vergebung bitten und schwören, dass wir es nie wieder tun werden.

Wir stellen wie Paulus in Römer 7, 15 fest: Denn was ich vollbringe, billige ich nicht; denn ich tue nicht, was ich will, sondern was ich hasse, das übe ich aus.

Kurz, mein Wille kann nix!

Was passiert weiter? Wir glauben irgendwann, dass Gott uns jetzt einfach nicht mehr vergeben kann, dass das Maß nun voll sein muss.

Wir fühlen uns schlecht vor Gott, als Heuchler. So entfernen wir uns immer weiter von ihm, bleiben irgendwann dem Gottesdienst oder dem Jugendkreis fern.

Doch dazu ein Gedanke: Fühlen wir uns genauso schlecht, wenn uns bewusst ist, dass wir gelogen haben? Wieso fällt es uns dort so leicht, Gottes Vergebung in Anspruch zu nehmen? Oder andersrum, wieso erlauben wir Gott nicht, uns die Selbstbefriedigung zu vergeben?

Wieso halten wir sexuelle Selbstbefriedigung für eine schlimmere Sünde als die Lüge?

Und 2., nichts kann dich von Gottes Liebe trennen!

(Römer 8,38.39 Denn ich bin überzeugt, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns wird scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.)

 Gott ist nie weiter weg, als das nächste Gebet!

Ein Vers, der mir sehr geholfen hat, steht ebenfalls im Römerbrief, Kapitel 8, 13: denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, so werdet ihr sterben, wenn ihr aber durch den Geist die Handlungen des Leibes tötet, so werdet ihr leben.

Nun, doch trotz dieses Verses, vieler guter Bücher zu diesem Thema und allen möglichen Anstrengungen durch alle Arten von Vorkehrungen (spezielle Software, Seiten im Router zu sperren etc.), ich kam einfach nicht klar damit, d.h. ich wurde immer wieder rückfällig!

Irgendwann war ich dann sogar auch der Meinung, dass Gott dieses Thema wohl nicht für so wichtig hält bzw. er wohl doch kein Problem damit hat. Schließlich bin ich auch ein Mann und im besten Alter, der einfach irgendwo seine sexuellen Bedürfnisse loswerden muss.

Aber Pornographie kann ihm doch nicht gefallen?

Ich merkte auch, wie dieses Thema meine Freundschaft zu Gott immer wieder betrübte. Ich war unzufrieden mit mir selbst und hatte innerlich keinen Frieden. Oft war ich auch sehr genervt von meinen Mitmenschen. Ich empfand wenig Liebe für sie (nach außen hin zeigte ich das natürlich selten, man will ja ein guter Christ sein).

Ich befand mich in einem ständigen Kampf. Auf der einen Seite wollte ich endlich damit aufhören, doch jede eigene Anstrengung führte zu nichts.

Doch heute kann ich sagen, dass ich endlich frei geworden bin! Ich muss mir keine Pornos mehr im Internet anschauen und dabei…ihr wisst schon.

Wie das passiert ist? Lasst mich erklären.

Ich kann ja nix dafür! Das war, bewusst oder unbewusst, meine Einstellung zu dem Thema.

Weil ich nicht damit aufhören konnte, kann ich auch nix dafür!

Die Bibel sagt ja auch, dass wir alle Sünder sind. Auch Paulus sagt, dass er das tut, was er eigentlich nicht tun will. Also, mein Wille kann nix! Meine (gedankliche) Schlussfolgerung daraus war dann: Letztendlich kann ich also nichts dafür, wenn ich mich ständig selbst befriedigen muss.

Aber das ist falsch! Ich kann sehr wohl etwas dafür, wenn ich mich selbst befriedige.

Ich bin für jede Sünde, die ich tue, voll verantwortlich!

Ein Problem bei der Selbstbefriedigung ist, dass ich meinen Mangel an Liebe bzw. meine Einsamkeit selbst befriedigen (stillen) möchte und mich dadurch von Gott abwende, weil ich nicht zulasse, dass er meinen Mangel stillt.

Ich vertraue ihm nicht, dass er alle meine Bedürfnisse befriedigen kann.

Dass ich ein Sünder bin, entschuldigt also nicht die begangene Sünde!

Johannes schreibt z.B. in einem seiner Briefe:

Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit (1.Johannes 1,9).

Da steht, wenn wir unsere Sünden bekennen! D.h., wenn wir ehrlich dazu stehen, was wir gemacht haben.

Es bringt nichts, meine Sünden mit den Lippen vor Gott zu bekennen, aber insgeheim zu der Meinung zu sein, dass ich armer Sünder ja sowieso nichts dafür kann, weil ich ja ein Sklave der Sünde bin.

Was sagt die Bibel noch mal dazu?

Wisst ihr nicht, dass, wem ihr euch zur Verfügung stellt als Sklaven zum Gehorsam, ihr dessen Sklaven seid, dem ihr gehorcht? Entweder Sklaven der Sünde zum Tod oder Sklaven des Gehorsams zur Gerechtigkeit? Gott aber sei Dank, dass ihr Sklaven der Sünde wart, aber von Herzen gehorsam geworden seid dem Bild der Lehre, dem ihr übergeben worden seid (Römer 6,17.18)!

Als Kinder Gottes sind wir keine Sklaven der Sünde mehr, die Sünde hat keine Macht mehr über uns, d.h. wir sind ihr nicht mehr hilflos ausgeliefert.

Deswegen zählt diese Entschuldigung vor Gott auch nicht.

Doch Gott sei Dank, müssen wir Menschen die Strafe für die Sünde nicht mehr selbst auf uns nehmen, weil Jesus das am Kreuz für uns getan hat.

Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden (Jesaja 53,5).

Gott hat dir durch Jesus Christus wieder den Zugang zu Gott und seiner Liebe ermöglicht! Wenn du erkennst, dass du verloren bist und Vergebung für deine Sünden brauchst, dann kannst du Jesu stellvertretendes Opfer für dich in Anspruch nehmen!

Jesus starb auch für dich!

Ich mache die Erfahrung, dass Gott mich von dem Drang, mich selbst zu befriedigen, tatsächlich frei gemacht hat, jetzt wo ich voll zu meiner Tat stehe und erkannt habe, dass er allein mein Bedürfnis nach Nähe, nach Liebe usw. befriedigen will und kann!

Ich will nichts anderes mehr in mein Herz lassen, als allein Gottes vollkommene Liebe!

Und allein diese Erkenntnis bewirkt, dass frei werde von dem Zwang der Selbstbefriedigung und Gottes Frieden und seine tiefe Liebe erfahre.

Wir müssen dieses Geschenk nur im Glauben annehmen!

Wenn du diesen Text hier liest, weil du vielleicht selbst ein Problem mit sexueller Selbstbefriedigung hast und über Google hier drauf gestoßen bist, dann möchte ich dir noch ein paar Tipps geben:

(Ich denke am Anfang steht aber auch hier, das Erkennen meines sündigen Verhaltens! Wenn ich Selbstbefriedigung nicht als Sünde erkenne, dann kann Gott mich auch nicht davon befreien.)

1. Du bist nicht der einzige Mann (oder Frau), der damit Probleme hat – ganz im Gegenteil!

Deine sexuellen Bedürfnisse sind okay und von Gott so gewollt! Denke immer daran, Gott hat nichts gegen unsere Sexualität, er hat sie uns ja geschenkt. Es geht nur darum, einen gesunden Umgang mit deiner Sexualität zu finden, so wie er Gott gefällt.

2. Erkenne die Einsamkeit in deinem Herzen! Erkenne das du dich tief in deinem Inneren nach Liebe sehnst und das die Selbstbefriedigung nur ein Mittel ist diesen Mangel an Liebe zu kompensieren.

Erkenne das Gott diesen Mangel an Liebe in deinem Herzen vollkommen ausfüllen will und kann.

3. Rede darüber!

Such dir jemanden, dem du vertraust und mit dem du darüber reden kannst!

Wie gesagt, fast jeder Mann (Frau) hat oder hatte Probleme damit! Das größte Problem ist, dass niemand sich traut darüber zu reden

4. Erkläre Selbstbefriedigung nicht zu einer der Todsünden!

Sünde bleibt Sünde. Selbstbefriedigung ist keine „schlimmere“ Sünde als bpsw. Lügen.

Der größte Fehler den du machen kannst, ist zu denken, dass Gott dich nun nicht mehr lieben kann oder dass er dir irgendwann nicht mehr vergeben kann.

Wenn du so denkst, dann hat der Teufel sein Ziel bei dir erreicht – dass wir uns von Gott entfernen und irgendwann ganz von ihm lassen.

5. Und stehe zu deiner Selbstbefriedigung! Lass dir nicht einreden, dass du ja nur ein Sklave deiner Triebe bist, und ja gar nix dafür kannst, dass du dich selbst befriedigen musst.

Bekenne Gott deine Sünde, d.h. übernimm die Verantwortung dafür!

Die Strafe dafür hat aber ein anderer getragen – Jesus!

6. Trotz allem sind und bleiben wir Sünder, d.h. wir werden trotz aller Versuche immer wieder versagen, auch was die Selbstbefriedigung angeht.

Wir brauchen immer wieder Vergebung für unsere Sünden, die Gott ja jedem Menschen gibt, wenn er seine Sünden ehrlich bekennt! Immer wieder neu!

Ich weiß, dass ich hier kein Allheilmittel für das Thema Selbstbefriedigung vermitteln kann. Manch einer wird mit diesem Thema auch kein Problem haben, auch wenn er sich trotzdem selbst befriedigt. Es soll Leute geben, die völlig ohne pornographische Gedanken tun können, die quasi einen gesunden Umgang damit haben.

Gott behandelt jeden Menschen ganz individuell, dass ist ja das Spannende.

Ich möchte die Gemeinden auf dieses Thema aufmerksam machen, da eben viele junge Menschen in unseren Gemeinden heute ein Problem damit haben! Eben auch weil niemand darüber spricht!

Du bist nicht allein mit deinem Problem (wenn du denn eins damit hast)! Rede darüber, und schäme dich nicht dafür!

Bete zu Gott, damit er dir zeigt, ob das Thema auch in deinem Jugendkreis etc. aktuell ist.


Neuer Name – Aus Open Mic wird Plan 51

November 1, 2006

Aufmerksame Beobachter haben es vielleicht schon bemerkt, andere nicht: Mein Blog hat einen neuen Namen, aus Open Mic ist Plan 51 geworden! Die Adresse bleibt natürlich gleich, nur der Name hat sich eben geändert.

Aber wieso nun Plan 51? Nun, bei Plan 51 handelt es sich um ein Wortspiel, dass aus 3 Teilen besteht. Das gesamte Wort Plan 51 ist zum einen eine Hommage an das ehrwürdige Label Plan 58 der Münchner Hiphop-Gruppe Main Concept. Die 51 steht für den 51. Psalm der Bibel, welcher mir in der letzten Zeit sehr wichtig geworden ist. Diesen Psalm sehe ich gleichzeit als eine Art Plan oder Wunsch für mein Leben.

Deswegen eben Plan 51. Klingt auch irgendwie viel cooler als Open Mic…

Wieso ist mir Psalm 51 so wichtig geworden? Nun, ich möchte euch einfach mal ein paar Gedanken dazu aufschreiben, quasi euch in meinen Plan 51 einweihen.

Psalm 51

Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte, und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit. Wasche mich rein von meiner Missetat, und reinige mich von meiner Sünde; denn ich erkenne meine Missetat, und meine Sünde ist immer vor mir. An dir allein habe ich gesündigt und übel vor dir getan, auf daß du recht behaltest in deinen Worten und rein dastehst, wenn du richtest. Siehe, ich bin als Sünder geboren, und meine Mutter hat mich in Sünden empfangen.

Diesen Abschnitt, dieses Gebet möchte ich jeden Tag beten. Es soll mir immer im Bewußtsein sein, dass ich vollkommen abhängig bin von Gottes Gnade, von seinem unverdienten Geschenk der Erlösung von meiner Schuld durch Jesus Christus.

Mein täglicher Wunsch soll sein, dass Gott bildlich gesehen den Dreck, den meine täglichen, bewußten und unbewußten, Verstöße gegen Gottes Regeln auf mich legen, von mir abwäscht, genauso wie ein Auto in der Waschstrasse wieder sauber wird.

Siehe, dir gefällt Wahrheit, die im Verborgenen liegt, und im Geheimen tust du mir Weisheit kund.

Ich will mir Zeit nehmen, auf Gott zu hören. Zeit nehmen, in seinem Wort zu lesen, mit ihm zu sprechen. Ich möchte zur Ruhe kommen und nicht ständig (im religiösen Deckmantel) unterwegs sein. Ich möchte kein Getriebener mehr sein.

Entsündige mich mit Ysop, daß ich rein werde; wasche mich, daß ich schneeweiß werde. Laß mich hören Freude und Wonne, daß die Gebeine fröhlich werden, die du zerschlagen hast. Verbirg dein Antlitz vor meinen Sünden, und tilge alle meine Missetat.

Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz, und gib mir einen neuen, beständigen Geist.

Mein täglicher Wunsch, dass ich meine wirklichen Absichten erkennen kann, dass was mich wirklich antreibt, um somit schlechte Absichten ändern zu können. Ein reines, aufrichtiges Herz will ich haben. Meine Beziehung zu Gott soll nicht von ständigen Schwankungen bestimmt sein. Ich will beständig mit seinem Geist erfüllt sein.

Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir. Erfreue mich wieder mit deiner Hilfe, und mit einem willigen Geist rüste mich aus.

Der Wunsch, täglich mit Gottes Geist erfüllt zu sein, sein Handeln in meinem Leben zu erfahren, und auch Dinge zu tun, die mir vielleicht nicht so gefallen.

Ich will die Übertreter deine Wege lehren, daß sich die Sünder zu dir bekehren.

Einer meiner größten Wünsche, meinen Mitmenschen von Gottes Liebe zu ihnen zu erzählen, damit sie sich bekehren und vor dem ewigen Tod gerettet werden.

Errette mich von Blutschuld, Gott, der du mein Gott und Heiland bist, daß meine Zunge deine Gerechtigkeit rühme. Herr, tu meine Lippen auf, daß mein Mund deinen Ruhm verkündige.

Ich will nicht schweigen, wenn ich die Möglichkeit habe, anderen von Gott zu erzählen. Ich will mich freuen über dass, was Gott in meinem Leben tut und auch anderen davon erzählen. 

Denn Schlachtopfer willst du nicht, ich wollte sie dir sonst geben, und Brandopfer gefallen dir nicht. Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein geängsteter Geist, ein geängstetes, zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten.

Ich will nicht religiös sein! Ich will nicht ein oberflächliches Leben führen, indem ich zwar super-aktiv bin, aber meine persönliche Beziehung zu Gott trotzdem tot ist. Viele sind zwar aktiv, dabei aber nicht tief.

Stolz soll nicht mein Leben regieren. Ich möchte ehrlich sein zu mir selbst, mich ständig hinterfragen.

Tu wohl an Zion nach deiner Gnade, baue die Mauern zu Jerusalem. Dann werden dir gefallen rechte Opfer, Brandopfer und Ganzopfer; dann wird man Stiere auf deinem Altar opfern.

Mein Handeln soll aus meiner Beziehung zu Gott heraus sein. Nicht ich möchte bestimmen was ich für Gott tue, sondern Gott soll mir zeigen, was ich für ihn tun soll.