Das Leben als Rennfahrer (Open Mic vom 24.11.06)

Dezember 6, 2006

So eine Carrera-Rennbahn könnte unter Umständen das beschreiben, was wir unser ganzes Leben so machen.

Wir drehen uns im Kreis, oder wir wissen nicht wohin wir eigentlich fahren und wo darin eigentlich der Sinn liegt?

Um noch näher auf die Carreabahn einzugehen: Stellen wir uns vor, in so einem Auto sitzt tatsächlich ein kleiner Rennfahrer und dreht täglich seine Runden.

Vielleicht fällt ihm gar nicht auf, dass er die ganze Zeit im Kreis fährt. Vielleicht merkt er aber auch, dass er im Kreis fährt, aber weiß nicht wie er dass ändern soll.

Vielleicht frägt er sich nach dem Sinn des im-Kreis-Fahrens.

Ich denke so sind wir Menschen auch. Entweder leben wir einfach so vor uns hin, und fragen gar nicht nach dem Sinn des Lebens.

Oder wir merken, dass das nicht alles sein kann, aber wir finden keinen Ausweg.

Wieso lebe ich? Was ist der Sinn meines Lebens?

Was macht nun der Mensch, der nach dem Sinn des Lebens frägt? Er begibt sich auf die Suche danach.

Und dann schaut dieser Mensch unter Umständen auch einmal in die Bibel, die sich selbst als Gottes Wort bezeichnet, und frägt sich wiederum, wie kann ich sicher sein, dass die Bibel die Antwort gibt, auf den Sinn des Lebens?

Dazu ein Gedanke: Religion ist ein Versuch des Menschen, sich einen Gott zu schaffen, wie der Mensch meint, dass Gott sein müsste.

Nach den Vorstellungen des Menschen, wie Gott sein müsste, entsteht seine Religion.

So etwas finden wir ja nicht nur bei den Religionen, sondern generell, wenn wir versuchen, die Frage nach dem Sinn des Lebens zu beantworten.

Wir versuchen mit dem was wir sehen und verstehen zu erklären, was wir hier eigentlich machen. Was ja auch vollkommen menschlich ist.

Der Rennfahrer auf der Carrera-Rennbahn kann denn Sinn seines Rennfahrer-Daseins auch nur erklären mit dem was er sieht. Er glaubt nicht daran, dass da außer sein Rennbahn noch etwas anderes ist. Er glaubt nicht an ein Leben nach der Rennbahn.

Vielleicht gibt es aber Dinge, die er nicht erklären kann, z.B. wer nimmt eigentlich die Autos von der Rennbahn, wer setzt neue drauf?

Entweder findet er sich damit ab, dass er manches nicht erklären kann, oder er fängt an nach etwas zu suchen, was über dem allem steht.

Genauso sind wir Menschen.

Um wieder auf die Frage vom Anfang zurückzukommen, wie können wir, wie kannst du sicher sein, dass die Bibel die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens gibt?

Durch die Bibel stellt sich Gott uns vor. Er hat den Autoren der Bibel auf übernatürliche Weise diktiert, was sie zu schreiben haben.

Die Bibel enthält keine Vorstellungen, wie Menschen sich Gott vorstellen, sondern Gott stellt sich den Menschen durch die Bibel vor.

Was wäre das für ein Gott, der es seinen Menschen überlässt, zu definieren wie er ist?

Wir versuchen die Welt, und damit auch den Sinn unseres Daseins, mit unserem beschränkten Verstand erklären, mit dem was wir sehen und verstehen.

Aber wie wollen wir etwas erklären, was über unser menschliches Dasein hinausgeht?

Ist das nicht so, wie wenn ein Blinder dir die Farben beschreiben wollte?

Er hat vielleicht eine Ahnung davon, wie Farben sein müssten, aber er wird nie von sich aus wissen, wie Farben tatsächlich aussehen.

Deswegen zeigt Gott uns durch die Bibel wie er ist.

Aber nicht nur durch die Bibel hat uns Gott gezeigt wer er ist. Er hat seinen Sohn auf die Erde geschickt – Jesus.

Er ist nämlich kein Gott, der irgendwo versteckt auf einer Wolke sitzt, sondern er ist ein sehr persönlicher Gott der eine persönliche Beziehung zu dir haben möchte.

Vielleicht kennst du Jesus, glaubst aber nicht, dass es ihn wirklich gibt. Vielleicht glaubst du auch nicht, dass die Bibel wahr ist.

  1. Das Jesus wirklich gelebt hat, ist historisch bewiesen.
  2. Die Bibel enthält massenweise Vorhersagen über Dinge, die dann wirklich passiert sind.

Diese erfüllten Vorhersagen lassen sich durch geschichtliche Ereignisse und archäologischen Ausgrabungen beweisen.

Allein dadurch, dass Jesus wirklich gelebt hat, haben sich durch seine Person mehr als 330 Vorhersagen erfüllt, also als wahr erwiesen.

Es wurde von keinem großer Religionsführer vorher angekündigt das er kommt! Nur Jesu Kommen wurde vorher durch die Bibel angekündigt!

Alle anderen großen Religionsführer sind von sich selbst aus gekommen!

Und kein anderes, historisches Buch hat eine größere Masse an erhaltenen, zuverlässigen Schriftquellen als die Bibel.

Ob du daran glaubst, dass Jesus wirklich Gottes Sohn ist, bleibt natürlich allein deine Entscheidung.

Du hast die Möglichkeit, Gott kennen zu lernen, wenn du dass möchtest, wenn du merkst, dass da mehr sein muss, als nur Arbeit, Freunde und Sterben.

Du kannst die Bibel lesen, wenn du mehr über Gott wissen möchtest. Du kannst auch direkt mit Gott reden, dass nennt man Gebet.

Du hier aber auch die Möglichkeit, mit einem von uns zu reden, dazu sind wir da.

Herzliche Einladung!

 

 

 

 


Andacht zum Gebetstag der FeG Ettlingen am 25.11.06

Dezember 6, 2006

Guten Morgen!

Am 25.11.06 fand in meiner Gemeinde, der FeG Ettlingen, ein Gebetstag (besser Gebetsvormittag) statt, wo ich die Andacht halten durfte. Ich durfte ein paar Gedanken zu Matthäus 7, Vers 21 weitergeben, wo es um das Thema geht, Gott nicht nur zu kennen, sondern auch seinen Willen zu tun.

Hier nun mein Konzept zur Andacht:

Wenn ein Verein in der 1.Bundesliga  um den Klassenerhalt kämpft, d.h. den Abstieg in die 2. Liga vermeiden möchte, mache ich ganz oft die Beobachtung, dass die Spieler des Vereins vor dem nächsten Spiel im große Ankündigungen machen, dass sie bis zur letzten Minute alles für den Verein geben werden.

Im Spiel ist dann aber oft nichts von diesen großen Ankündigungen zu sehen. Im Gegenteil, die Spieler machen eher den Eindruck, als ob sie keine Lust hätten zu rennen.

Solche Spieler werden oft als Söldner beschimpft.

In der Theorie machen sie große Ankündigungen, doch sie lassen ihren Worten keine Taten folgen. 

Theorie und Praxis unterscheiden sich eben doch.

Ich möchte dazu eine Bibelstelle vorlesen, wo es auch um Theorie und Praxis geht.

Matthäus 7,21:

Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.

Wie sagt ein Ausleger passend dazu: Glaube, der lediglich etwas sagt, aber es nicht tut, ist in Wirklichkeit Unglaube.

Ich habe den Eindruck, dass wir Christen uns heute zu sehr ausruhen auf der Erlösung durch Jesus Christus.

Das wir der Meinung sind, dass mit unserer Bekehrung und dem Für-wahr-halten, dass Jesus lebt und dass er für die Schuld der Menschheit gestorben ist, wir alles getan haben und nur noch auf seine Rückkehr warten müssen.

Aber steht Matthäus 7,21 nicht im krassen Gegensatz zu diesem Gedanken?

Wieso sind wir dann noch auf der Erde?

Weil Gott uns noch die Möglichkeit geben möchte, dass wir uns hier auf der Erde selbst verwirklichen können?

Jesus gibt uns die Antwort durch sein Wort! Wir sind noch auf der Erde, weil Gott von uns verlangt, dass ihm gehorsam sind und seinen Willen tun.

Es gibt nichts Wichtigeres als das Kreuz, denn ohne Jesu Tat am Kreuz wird kein Mensch gerecht vor Gott.

Gott möchte, dass alle Menschen gerettet werden. Dazu gab er uns den Auftrag, sein Evangelium zu verkünden.

Er möchte aber auch, dass wir ihn mit unserer Lebensweise ehren, indem wir ihm gehorsam sind.

Johannes 17,4 fasst das wunderbar zusammen.

Ich habe dich verherrlicht auf Erden und das Werk vollendet, das du mir gegeben hast, damit ich es tue.

Ich möchte hier keine neue Werkgerechtigkeit predigen, weil unsere Erlösung geschieht allein aus glauben an Jesu Tat am Kreuz.

Es geht aber darum, Gottes Willen aus unserer Erlösung heraus zu tun, als Folge unserer Erlösung von unseren Sünden, die uns von der Gemeinschaft mit Gott trennen.

1.Johannes 2,6

Wer sagt, dass er in ihm bleibt, der soll auch leben, wie er gelebt hat.

Ich finde dieses Bild immer sehr passend: Alle Religionen dieser Welt arbeiten durch Taten auf die (scheinbare) Erlösung hin, ein Christ lebt aus seiner Erlösung heraus.

Dies muss immer freiwillig und aus Überzeugung geschehen, weil ich erkannt habe dass es nichts  gibt, als den Willen des Vaters zu tun.

Aus Liebe zu Gott.

Die Fragestellung sollte auch nicht lauten, was kann ich für Gott tun, sondern was will Gott dass ich tue.

Das sagt Matthäus 7, 21 ja auch aus.

Aber bevor wir am Werk sein können, muss Gott in uns am Werk sein.

Eph 2,10

Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.

Was ist denn Heiligung? Heiligung ist Gottes Willen zu tun, freiwillig und aus Überzeugung.

Ich glaube das größte Zeugnis für einen Menschen, der Gott nicht kennt ist, wenn er Christen sieht, die Gottes Wort nicht nur predigen, sondern auch leben.

Unsere Aufgabe, das Wort zu predigen, das Wort zu leben und für unsere Mitmenschen zu beten – der Geist Gottes ist es, der belebt.

Das Thema für heute heißt ja, ein Tag in Gottes Nähe.

Wir möchten jetzt eine Zeit der Stille haben, wo ich euch einfach bitten möchte, den Vers 21 aus Matthäus 7 mit hinein zu nehmen,

Wie sieht das in meinem Leben aus?

Lebe ich, damit Gott sich in meinem Leben verwirklichen kann, oder möchte ich mich Selbst verwirklichen?

Wo habe ich vielleicht sündige Gewohnheiten, mit denen ich endlich brechen muss?

Vielleicht ist es heute auch an der Zeit, dass heute auch zu bekennen. Nicht jetzt hier vor allen Leuten, aber vielleicht später, unter Vier-Augen.

Ich denke wichtig ist auch, dass wir uns bewusst machen, dass es ihm Gebet in erster Linie darum geht, Gott zu suchen.

Es geht nicht darum, was Gott später durch unser Gebet bewirkt.

Suchen wir im Gebet den Geber oder die Gaben?

Suchen wir ihn, oder das was wir uns von ihm erhoffen?

Lasst uns diesen Tag in der Nähe Gottes dazu nutzen, uns neu auszurichten.

Es geht darum, Gottes Nähe zu erleben, nicht darum, was Gott durch unser Gebet bewirkt.

Gott weiß schon vorher, um was wir ihn bitten werden.