Die Liebe Jesu

Mai 31, 2007

Als ich heute Abend mit der S-Bahn unterwegs war, stieg an einer Haltestelle eine Gruppe Jugendlicher ein, die alle sehr gestylt waren, was Haare, Klamotten und Schmuck angeht.
Ich muss sagen, dass ich allgemein sehr gerne Menschen und ihr Verhalten beobachte, und mir dann so meine Gedanken darüber mache.

Als ich diese Jungen und Mädchen beobachtete, wie sie sich so verhielten, besonders im Umgang miteinander, hab ich mich gefragt, wieso sind die so? War ich früher selbst so, oder ist das nur eine andere Art von Menschen (ohne jetzt schlecht darüber urteilen zu wollen)?

Ja aber, wie sind die denn so?

Ich meine damit u.a. die Art sich möglichst auffällig zu kleiden: Eine Cap von von Dutch auf dem Kopf, möglichst zwei glitzerne Brillies in beiden Ohren, das Hemd von D&G, die Hose in den Socken, den Vokuhila gut durchgegelt, das Handy in der Hand, damit möglichst jeder zu 2Pac mitnicken kann.

Oder die Frauen: Möglichst viel Make-Up im Gesicht, die Haare ebenfalls möglichst trendy gestylt, bei den Klamotten zählt dann die Devise “weniger ist mehr” usw.

Versteht mich nicht falsch, ich möchte diesen Typ Mensch damit nicht ins lächerliche ziehen!

Ich frage mich dabei nur, wieso rennt der Großteil der Jugendliche heute so rum? Wieso ziehen sich die Mädchen von heute so an wie damals nur Prostituierte am Standrand angezogen waren?
Ist das wirklich nur eine Modeerscheinung oder eben eine andere Art, ein anderer Typ Mensch?

Bin ich selbst einfach nur eine etwas andere Art Mensch? Bin ich eben einfach nur etwas schüchterner und ruhiger, oder liegt es vielleicht daran, dass ich einfach etwas andere Interessen habe als diese?
Hat mich die damalige Zeit nur einfach anders geprägt als die Jugendlichen heute?

Vielleicht, aber im Kern der Sache sind diese Jugendlichen aus der Bahn mir vielleicht doch ähnlicher als ich denke.

Um was geht es denn den Jungs und Mädels mit ihren trendy Klamotten und den gegelten Haaren?
Sie wollen auffallen, sie wollen von ihren Mitmenschen wahrgenommen werden, die Aufmerksamkeit der anderen erregen.
Und warum?

Weil sie sich nach Anerkennung sehen, danach geliebt und angenommen zu werden!

Vielleicht ist ihnen das selbst nicht so bewusst, und sie würden es auch abstreiten, wenn man sie darauf anspricht.

Aber was sollte denn sonst der Grund dafür sein, wenn Frauen versuchen, sich möglichst attraktiv zu kleiden? Wieso versuche Männer den möglichst cool und hart auszusehen, wenn nicht deshalb, weil sie die 1. die Frauen auf sich aufmerksam machen wollen und 2. von ihren Kumpels akzeptiert zu werden?

Ich glaube die Jugend von heute sehnt sich so sehr nach Liebe und danach, angenommen, ernstgenommen und akzeptiert zu werden, wie noch nie zuvor!

Und gleichzeitig vermittelt sie das genaue Gegenteil!

Wieso fühle ich mich jedesmal bedroht, wenn eine Gruppe Jugendlicher in die S-Bahn einsteigt?

Und lauscht man den Gesprächen einer solchen Gruppe, dann könnte ich jedesmal fast kotzen! Da wird ständig versucht sich zu behaupten, indem man den anderen möglichst dumm anmacht, und der ist der King in der Gruppe, der den anderen möglichst einfallsreich beleidigt!

Auf der einen Seite sehnen wir uns nach Liebe und Angenommensein, auf der anderen Seite versuchen wir das dann dadurch zu erreichen, indem wir den anderen fertig machen, nur um dadurch Respekt und Anerkennung zu bekommen. Was für eine Paranoia!

Wie soll da echtes Vertrauen und das Gefühl sich angenommen zu fühlen, entstehen?

Und weiter versucht man sich Respekt zu verdienen, indem man den anderen beweist, wieviel Alkohol man saufen kann, nur um dann Montags wieder damit vor den anderen prahlen zu können.
Oder man verdient sich den Respekt, indem man vor der Gruppe einen unschuldigen Passanten zusammenwi… zusammenhaut, der leider zufällig zur falschen Zeit am falschen Ort war.

Und im Endeffekt sehnt man sich doch nur danach angenommen und geliebt zu sein, ohne sich verstellen zu müssen.

Was ist das für ein Stress, sich morgens oder abends stundenlang noch Make-up ins Gesicht schmieren zu müssen, oder ständig drauf achten zu müssen, dass auch ja die Kleidung richtig sitzt.

Wieso kann ich nicht einfach ich selbst sein? Wieso muss ich mich ständig verstellen, nur um von den anderen akzeptiert zu werden?

Ich habe ja zu Beginn gesagt, dass diese Jugendliche im Innern mir garnicht so unähnlich sind. Wieso?

Nun, auch sehne mich danach, geliebt und akzeptiert zu werden. Auch ich verstelle mich oft, um von anderen angenommen zu werden. Bei mir zeigt sich das einfach nur auf eine andere Art und vielleicht auch nicht so extrem.

Ich persönlich bin dann eher in mich gekehrt und ziehe mich zurück, nur um keine Fehler zu machen. Aber letztendlich auch nur aus der Angst, wegen meines Verhaltens abgelehnt zu werden.

Ich würde diesen Jugendlichen so gerne sagen, dass sie sich nicht verstellen oder anstrengen müssen, um Anerkennung zu bekommen.
Das Jesus ihnen diese Liebe, nach der sie sich tief im Herzen so sehr sehnen, jetzt und hier anbietet!
Und das nicht wegen dem, wer sie sind, sondern wegen dem, was Jesus getan hat! Und auch nicht wegen dem, was sie getan haben, sondern wegen dem, wer Jesus ist!

Und meinen christlichen Lesern möchte ich sagen, dass wir diese Jugendliche nicht meiden oder Angst vor ihnen haben müssen, weil sie vielleicht nach aussen hin aggressiv wirken.

Denn letztendlich sehnen sie sich genauso wie wir nur nach einem: der Liebe und Anerkennung Jesu.

Und diese Liebe können wir ihnen ein Stück weit entgegenbringen.


Gebet erleben

Mai 18, 2007

In meinem letzten Beitrag hatte ich ja schon kurz erwähnt, dass auch bei uns in Ettlingen JesusHouse stattfand.
Da ich jetzt auch etwas mehr Zeit dazu habe, möchte ich an dieser Stelle auch noch einen kurzen Gedanken dazu loswerden:

Speziell in der Woche von JesusHouse, aber auch schon in den Wochen davor, ist mir nämlich eines bewusst geworden, und zwar, wie erlebnisgeil wir Menschen doch geworden sind, und dabei wichtige Dinge vernachlässigen!

Was ich damit meine? Mir ist das an einem Beispiel ganz besonders bewusst geworden. Die einzelnen Gebetskreise in den Wochen vor JesusHouse waren sehr schlecht besucht, und auch während den Abenden fanden sich nie mehr als maximal 5 Leute, die während der Veranstaltung draussen gebetet haben.

Ich muss mir da auch an die eigene Nase fassen, weil auch ich nur an einem der 4 Abende, an denen ich selbst da war, draussen zum beten war.
Ich konnte das an mir selbst beobachten, dass ich mich lieber durch das Programm und die Übertragung unterhalten liess, als draussen selbst für die Teilnehmer zu beten.

Die Frage ist doch: Was machen bekehrte Christen auf einer Evangelisationsveranstaltung, wenn sie nicht selbst direkt mitarbeiten oder mit einem ungläubigem Freund oder einer Freundin da sind?
Und ich glaube schon, dass bei uns mehr Christen als Nicht-Christen im Saal saßen.

Ich möchte das an dieser Stelle nicht pauschalisieren oder sonst irgendwie verurteilen, da ich keinem den Besuch einer Evangelisation verbieten möchte, aber es lohnt sich auf jeden Fall mal darüber nachzudenken, wieso wir uns lieber unterhalten lassen, anstatt selbst aktiv zu werden.

Wieso sind wir so scharf auf sogenannte Erlebnisgottesdienste?

Ich denke das hat schon auch was mit der Entwicklung unserer Gesellschaft zu tun. Wenn man sich hier in Karlsruhe umsieht, dann sieht man ständig nur noch Menschen mit Kopfhörern im Ohr oder Handys am Ohr.

Es scheint als könnten wir die Stille oder das Nichtstun nicht mehr ertragen.

Aber müssen wir Christen da wirklich mitziehen?

Wieso sind dagegen unsere Gebetsversammlungen so schlecht besucht?

Liegt es an unfähigen Leitern, wie vielleicht C.G. Finney sagen würde? Oder unterschätzen wir die Wirksamkeit des Gebets?
Vielleicht ist der Grund auch, dass ich beim Gebet selbst aktiv sein muss, und mich nicht unterhalten lassen kann?
Eine Gebetsversammlung ist sicherlich auch nicht so attraktiv wie ein Lobpreisgottesdienst, aber beides muss vorhanden sein!

Kumpel Arne hat mir letztens von einer Dreiecksbeziehung des Menschen erzählt, mit den drei Eckpunkten nach Aussen (zu den Nicht-Christen; zur Welt), nach Oben (zu Gott) und nach Innen (zur Gemeinde).
Und bei diesen drei Punkten müssen wir uns im Gleichgewicht befinden, d.h. keiner der drei Eckpunkte darf vernachlässigt werden.
Mir fällt dabei gerade auf, dass das Gebet sogar immer gleich zwei dieser Eckpunkte miteinbezieht (entweder bete ich für die Welt (Aussen) oder für meine Gemeinde (Innen), aber immer bete ich dabei zu Gott(Oben)).

Es kann einem ja schon zu denken geben, wenn man in der Apostelgeschichte liest, dass die Apostel sogar extra neue Verantwortliche für die Diakonie berufen hatten, nur damit sie selbst nicht das Gebet vernachlässigten (Apg 6, Vers 4: Wir aber wollen beim Gebet und beim Dienst am Wort bleiben.)!

Oder wie sehr halten wir die Aussagen von Jakobus “Viel vermag das inständige Gebet eines Gerechten.” für wahr?

Vielleicht brauchen wir uns nicht darüber wundern, dass sich heute vergleichsweise wenige Menschen bei JesusHouse zu Gott umkehren, wenn wir so wenig dafür beten?

An dieser Stelle aber noch einmal der Hinweis, dass ich hier niemanden verurteilen möchte oder pauschalisieren möchte, sondern ich möchte einfach wieder nur zum Nachdenken anregen.

Vielleicht muss uns das Gebet auch einfach neu schmackhaft gemacht werden, bzw. an unsere heutige Zeit angepasst werden?
Aber dazu bin ich selbst vielleicht zu konserativ. Das wäre eher eine Sache für meinen Freund Arne.

Ich denke es ist immer gut und wichtig, sich selbst zu hinterfragen.

Prüft alles und behaltet das Gute!


Material für Glaubensgrundkurse

Mai 10, 2007

Nachdem auch bei uns Ende April JesusHouse stattgefunden hat, hatte ich mich dazu bereit erklärt, einen im Anschluss an JesusHouse stattfindenden Glaubensgrundkurs mitzuleiten.

Der Kurs hat letzten Freitag mit gemeinsamen Pizza essen begonnen und wird nun die nächsten 7 Wochen immer Freitag Abends um 19.30 Uhr bei uns im Gemeindezentrum in Ettlingen stattfinden.

Aus diesem Grund habe ich mir gedacht, dass es ganz nützlich wäre, dass Material zu den einzelnen Themen hier nach und nach auch online zu stellen, damit der ein oder andere dafür auch irgendwie Verwendung hat.

Der morgige Abend (und evtl. auch noch der nächste Freitag) wird das Thema Schöpfung – Sündenfall- Erlösung behandeln.
Ich finde dieses Thema absolut spannend und freue mich schon total darauf, morgen darüber reden zu dürfen.

Natürlich freue ich mich auch wieder über Rückmeldungen und ggf. Verbesserungsvorschlägen von eurer Seite zur Ausarbeitung.

Ausarbeitung hier downloaden:

Grundkurs – Schöpfung – Sündenfall – Erlösung


Rainer Meier – Ich bin ich

Mai 7, 2007

So, nach langer Schaffenspause gibt es an dieser Stelle mal wieder einen Open Mic – Beitrag, gehalten von unserem Pastor Rainer Meier am 20.04.07 in unserem Treff für Junge Erwachsene Linie 7.

Das Thema der Andacht war “Ich bin ich”.

Beitrag hier anhören:

Ich hoffe auch selbst bald wieder eigene Beiträge veröffentlichen zu können, mir fehlt nur momentan absolut die Zeit und Muse dazu.


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