Unglaublich, unbeschreiblich, einfach Wooooha!

Juli 30, 2007

In den letzten Wochen gab es immer wieder Tage, an denen ich mich kraftlos fühlte und einfach nur nichts tun wollte.

Auch Samstag war wieder so ein Tag, an dem ich zwar morgens einer Freundin beim Umzug geholfen habe, mir aber dann ab Mittag für den Rest des Tages selbstständig “frei” genommen habe, weil ich einfach nur meine Ruhe wollte.

Ich hatte mich schon gefragt, wie ich den Sonntag überstehen sollte: Wieder früh aufstehen für den Gottesdienst, Abends um 18 Uhr Gebetsversammlung leiten und dann ab 19.30 Uhr ab zum Lobpreis|Gottes|Dienst, der diesen Sonntag zum ersten Mal von unserer Gemeinde veranstaltet wurde.

An dieser Stelle sei vielleicht die Zwischenfrage erlaubt woher meine Kraftlosigkeit kommt? Bin ich ausgebrannt, weil ich mir zuviele “christliche” Aktivitäten selbst auferlegt habe? Oder versuche ich das alles aus mir selbst heraus zu tun, d.h. nicht aus Gottes Kraft sondern aus meiner eigenen Kraft heraus?
Ist mein schlechtes Gewissen, wenn ich mir selbstständig Ruhepausen verschaffe, berechtigt oder nicht?
Aber wieso sehne ich mich ständig nach Ruhe?

Diese Fragen muss ich an anderer Stelle klären, denn noch habe ich von Gott keine Antwort darauf. Vielleicht hat ja auch einer meiner Leser ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir eine Antwort darauf geben?

Doch zurück zu gestern: Ich fragte mich also wie ich den gestrigen Tag nur überstehen sollte.

Es war wirklich der Hammer!

Um zum Gottesdienst nach Ettlingen zu gelangen muss ich ca. 30 Min mit der Straßenbahn fahren. Allein das fällt mir manchmal schon schwer.
Gestern Morgen bekam ich dann von einer Freundin eine SMS, dass sie mich mit dem Auto mit nach Ettlingen nehmen kann.

Nach einem wirklich sehr erfrischendem Gottesdienst durfte ich den Mittag mit einigen Geschwistern aus meiner Gemeinde beim gemeinsamen Mittagessen usw. verbringen.

Anstatt dann von dort aus wieder ca. 20 Min zum Gemeindezentrum laufen zu müssen, konnte ich mit dem Auto einer weiteren Freundin hin und dann auch später wieder zurück zum Gottesdienst fahren (das klingt vielleicht alles banal, aber für mich waren es an diesem Tag viele kleine Bequemlichkeiten, die mir den Tag ausnahmsweise um einiges leichter gemacht haben).

Die Gebetsversammlung war auch total super. Es ist jedesmal der Hammer mit welchem Frieden man aus dieser Versammlung raus geht!

Dann also zum Lobpreis|Gottes|Dienst. Auch der war wirklich krass! Gottes Anwesenheit war wirklich zu spüren und ich konnte sehr viel mitnehmen, was ich auch praktisch in meinem Alltag umsetzen möchte.

Danach hatte ich noch ein Gespräch mit einem Bruder aus unserer Gemeinde, der ein prophetisches Wort für unsere Jungen Erwachsenen – Arbeit Linie 7 in Ettlingen hatte: Er hat klare Worte in und über unsere momentane Situation gesprochen (und das obwohl er darüber überhaupt nicht Bescheid wissen konnte!), die ich zwar selbst irgendwie im Kopf hatte, aber nie so klar formulieren konnte (z.B. für die nächsten Schritte die wir als Leitungsteam in den nächsten Monaten angehen wollen).

Das hat mir wirklich Mut gemacht und Kraft gegeben, auch weil ich so etwas vorher noch nie erlebt hatte.

Es war wirklich krass wie dieser Tag gestern verlaufen ist!

Gott ist groß und seine Kraft ist wirklich in den Schwachen mächtig! Seine Hand trägt uns, auch in schwierigen Zeiten.

Ich weiß garnicht, wie ich sein Wirken gestern noch weiter beschreiben soll.

Vielleicht: Unglaublich, unbeschreiblich, einfach Wooooha!


Und trotzdem habe ich dich lieb!

Juli 25, 2007

Es gibt so Tage, so wie heute, da zweifel ich echt daran, ob Jesus mich noch lieben haben kann. Dann, wenn der ganze Tag Scheiße lief und ich es echt mal wieder verbockt habe.

Dann frage ich mich manchmal ernsthaft, “Jesus wie kannst du das alles zulassen, dass immer wieder das tue, was nicht deinen Absichten entspricht? Wieso lässt du zu das ich Scheiße baue? Wieso antwortest du mir nicht?”

Jetzt eben, als ich auf dem Weg zum Einkaufen war, waren da vor mir auf dem Gehweg drei so kleine Spatzen, die fleissig Brotkrumen aufpickten.
Mir fiel sofort der Vers aus der Bibel ein (auch wenn er eigentlich in einem etwas anderen Zusammenhang da steht):

Seht auf die Raben: Sie säen nicht und ernten nicht, sie haben keinen Speicher und keine Scheune; denn Gott ernährt sie. Wie viel mehr seid ihr wert als die Vögel!
Lukas 12,24

Selbst um die Vögel kümmert sich Gott! Sollte er sich nicht dann erst recht um mich kümmern?

Ich muss ehrlich sagen, mir fällt es oft immer noch schwer die Liebe Gottes zu begreifen. Da helfen auch alle platten Phrasen nichts.

Ich dachte dann im ersten Moment nur: “Ja, die Spatzen bauen auch keine Scheiße so wie ich! Die sind ja immer brav!”

Dann war es mir so als ob Gott zu mir sagen würde: “Ja, und trotzdem habe ich dich lieb und kümmer mich um dich!”

Ja, Gott hat uns Menschen trotzdem lieb! Trotz unserer vielen Fehler.


Entscheidungs-Findungs-Prozess

Juli 22, 2007

(Frei nach dem Buch “The Revolutionary Communicator” von Jedd Medefind und Erik Lokkesmoe)

Jesus hatte eine besondere Art Fragen zu stellen. Eine Stelle, in der das besonders deutlich wird, ist Lukas 7, 18-23.

Johannes der Täufer, der im Gefängnis sitzt und auf seine Hinrichtung wartet, lässt zwei Boten zu Jesus schicken und lässt ihm eine Frage ausrichten:

“Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten?” (V.20)

Mit anderen Worten, bist du der versprochene Messias, der Israel aus der Gefangenschaft befreien und ein neues Königreich aufbauen wird, oder bist du es nicht?

Sicherlich stellt Johannes der Täufer diese Frage auch, weil er sich die Sache mit dem versprochenen Retter Israels doch etwas anders vorgestellt hatte (wie die Jünger Jesu u.a. ja auch).

Johannes hatte noch nicht verstanden, dass das Königtum von Jesus nicht mit einem weltlichen Königtum zu vergleichen ist.

Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt.[...]
Johannes 18, 36

Im folgenden Vers bezeugt Jesus, dass er ein König ist – DER König.

Da fragte ihn Pilatus: So bist du dennoch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeugen soll. (V.37)

Das Interessante an Lukas 7 ist aber die Antwort von Jesus auf die Frage von Johannes:

Jesus gibt keine direkte Antwort wie “Ja, ich bin es”, oder “Nein, ich bin es nicht”, sondern Jesus überlässt es Johannes, eine Antwort, ein Fazit zu finden bzw. zu ziehen.

Jesus manipuliert seine Menschen nicht oder zwingt ihnen etwas auf.

Jesus möchte das die Menschen ihm freiwillig und aus Überzeugung nachfolgen!

Interessant ist in dieser Situation auch, dass Jesus die Zweifel des Johannes nicht kritisiert.

Jesus stellt hier quasi eine Gegenfrage:

Was siehst du? Welche Schlüsse ziehst du daraus?

Es ist ihm wichtig, dass Johannes nicht einfach etwas übernimmt, von dem er selbst tief im Innern nicht richtig überzeugt ist.

Jesus lässt den Johannes nicht allein in seiner Entscheidungsfindung, aber er lässt ihm die Freiheit, durch Nachdenken selbst die Wahrheit zu finden.

denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, so dass sie keine Entschuldigung haben.
Römer 1,20


Jesus verpflichtet – Der Gehorsam des Christen

Juli 19, 2007

“Ihr nennt mich Meister und Herr und sagt es mit Recht, denn ich bins auch.”
Johannes 13,13

Ist uns schon einmal aufgefallen, dass Jesus die Menschen nie dazu aufgefordert oder dazu gezwungen hat, ihn Herr oder Meister zu nennen?

Sondern das Menschen die Jesus begegnet sind, ihn als den erkannt haben der er ist, und ihn deswegen von sich aus als Herrn und Meister angesprochen haben?

Genauso zwingt Jesus niemand dazu, ihm gehorsam zu sein, sondern Menschen erkennen, dass es nichts Besseres gibt, als ihm gehorsam zu sein.

Christus besteht nie auf seinem Herrschaftsrecht über uns. Er sagt nie: “Du hast mir zu gehorchen!”.

Nein, er lässt uns volle Entscheidungsfreiheit – sogar so viel, dass wir ihn anspucken oder töten können, wie es schon getan wurde, und er sagt kein Wort dazu. Aber wenn durch die Erlösung sein Wesen in mir neu geschaffen worden ist, erkenne ich sofort, dass er das Recht hat, mich völlig zu beherrschen.[...]

Nur meine niedrige Gesinnung hält mich davon ab, jemanden Ehre zu erweisen oder zu gehorchen, der es verdient.[...]

Wenn Christus uns zwänge zu gehorchen, wäre er nur noch wie ein Aufseher und hätte keine wirkliche Autorität mehr. Er erzwingt nie unseren Gehorsam, aber wenn wir ihm wirklich begegnen, gehorchen wir ihm sofort.[...]

Wie viel ich von Gottes Liebe erfahren habe, zeigt sich in meinem Verständnis vom Gehorsam.

Wir sollten das Wort Gehorsam viel höher schätzen und damit aus dem Sumpf des weltlichen Verständnisses retten.

Wirklichen Gehorsam gibt es nur in der Beziehung zwischen gleichrangigen Personen wie zwischen Vater und Sohn, nicht zwischen Herr und Diener. Jesus hat uns diese Beziehung gezeigt, indem er sagte: “Ich und der Vater sind eins” (Johannes 10,30).

“So hat er. obwohl er Gottes Sohn war, doch an dem, was er litt, Gehorsam gelernt” (Hebräer 5,8)

Der Sohn war gehorsam und hat uns dadurch freigekauft, nicht um Gottes Sohn zu werden, sondern weil er Gottes Sohn war.

Oswald Chambers, Mein Äussertes für sein Höchstes


Jesus verpflichtet – Weh mir!

Juli 18, 2007

Eigentlich wollte ich ja heute morgen über etwas anderes schreibe, aber der Andachtstext von Oswald Chambers für den 18. Juli passt einfach zu dem was ich die letzten 2 Tage hier geschrieben habe:

“Viele Menschen fangen erst dann an Gott näher zu kommen, wenn sie aufhören religiös zu sein, denn es gibt nur einen, der den Menschen ganz für sich einnehmen kann: Jesus Christus, nicht die Religion.

Aber wenn ich ihn sehe und dann doch nicht gehorchen will, dann >>weh mir<<!

Jesus übt nie Druck auf mich aus, damit ich gehorche, aber wenn ich es nicht tue, habe ich schon angefangen das Todesurteil für Gottes Sohn in mir zu unterschreiben.

Gott will mir Gutes tun und es macht für ihn keinen Unterschied, wie schlecht und verdorben ich bin, wenn ich nur in sein Licht kommen will.

Aber wenn ich das Licht ablehne, dann >>weh mir<<!”

Oswald Chambers, Mein Äussertes für sein Höchstes

Jesus wird nie etwas von uns verlangen, wofür er uns nicht auch die Kraft gibt, es zu tun.

Die Frage ist nur, bin ich bereit Gottes Willen zu tun? Bin ich davon überzeugt, dass ein Willen für mein Leben das beste für mich ist?

Wenn Nein, dann bitte den Heiligen Geist darum deine Überzeugungen zu ändern, damit du in den Willen Gottes einwilligen kannst.


Jesus verpflichtet – Die Freiheit des Gewissens

Juli 17, 2007

Nachdem ich gestern meinen Eintrag über unsere Verpflichtung gegenüber Jesus eingestellt hatte, hatte ich noch ein sehr cooles Gespräch mit meinem Mitbewohner darüber.

Er hat dabei einen sehr interessanten Satz gesagt:

“Wir fühlen uns von unserem Gewissen her immer nur dem nächsten Vorgesetzten verpflichtet.”

Nach einigem Nachdenken muss ich sagen, es stimmt.

Ich fühle mich immer nur der nächsten übergeordneten Einheit, die in gewissen Bereichen über mich bestimmen kann, verpflichtet.

Alles andere ist so weit weg, dass es mich persönlich überhaupt nicht berührt.

Seien es meine Eltern, die zumindest bis zu meinem 18. Lebensjahr über gewisse Dinge in meinem Leben entscheiden durften.

Mein Chef auf der Arbeit, der mir meine Arbeit vorschreibt oder mich entlassen kann.

Die Polizei bzw. der Staat, der mich für Verbrechen bestrafen kann.

Je mehr Freiraum mir mein Vorgesetzer, mein Chef, meine Eltern usw. lassen, desto mehr Freiraum lasse ich meinem Gewissen.

Um auf das Beispiel in meinem letzten Eintrag zurückzukommen: Unser Vorgesetzter in dieser Abteilung lässt mir sehr viel Freiraum, was ich schamlos ausnutzen könnte.

Ich hätte nicht einmal ein schlechtes Gewissen dabei.

Dem Vorgesetzten meines direkten Vorgesetzen gefällt diese Lockerheit wahrscheinlich nicht.

Rene Obermann schon garnicht.

Aber mein Gewissen berührt das nicht, weil ich habe mit Rene Obermann persönlich so viel zu tun wie George W. Bush mit Karl Dall.

Er ist einfach zu weit weg von mir, er übt keinen direkten Einfluss auf mich aus.

Ich habe noch nie mit ihm zu tun gehabt und er übt auch keinen Druck auf mich aus.

Fühlt der Mensch sich mit seinem Gewissen Jesus immer weniger oder überhaupt nicht mehr verpflichtet, weil Jesus soweit weg erscheint?

Kein Wunder, wenn Gott aus unserer Gesellschaft immer mehr verbannt wird!

Aber wir Christen sind in erster Linie nicht unseren direkten Vorgesetzten verpflichtet, sondern Jesus!

Jesus ist unser direkter Vorgesetzter, und er steht über allem!

Jesus ist da und wir sind mit unserem Gewissen ihm verpflichtet.

Doch auch Jesus übt keinen Druck auf uns aus.

Er spricht ganz sanft in unser Gewissen, aber er lässt uns auch immer die Freiheit uns für oder gegen ihn zu entscheiden!

Jesus gibt uns auch in der Anfechtung die Kraft seinen Willen zu tun, aber er lässt uns die freie Entscheidung!

Damit muss man erstmal klar kommen!

Oft wünscht man sich ja, dass einem diese Entscheidung auch noch genommen wird.

Wenn du dein Gewissen und dein Leben nach Jesus ausrichtest, kann Jesus durch dein Leben auch deinen Mitmenschen ins Gewissen reden, weil sie durch dich Jesus erkennen.


Jesus verpflichtet – Einführung

Juli 16, 2007

Ich schreibe ja auch gerne über Dinge, wo ich ganz praktisch meine “Versuche” beschreibe, als Christ im Alltag klar zu kommen.
Das heute wird mal wieder so ein Eintrag.

Während meiner Ausbildung bei der Deutschen Telekom werde ich immer wieder in neuen Bereichen eingesetzt.
Von meinen Erfahrungen an der Telefon-Hotline bei T-Systems habe ich ja schon einmal in einem anderen Eintrag berichtet.

Seit ca. 4 Wochen bin ich nun, zusammen mit einem weiteren Azubi, in einem anderen Ressort eingesetzt, wo ich Gott sei Dank keine Hotline mehr bedienen muss.

Hier ist es jetzt aber so, dass alles eigentlich ziemlich locker genommen wird, und niemand so wirklich darauf achtet, wann wir kommen, was wir arbeiten und wann wir gehen.

Früher hätte ich diese Freiheit sicherlich schamlos zu meinem Vorteil ausgenutzt, doch seit mir bewusst geworden ist, dass ein Christ Gottes Herrlichkeit an andere Menschen weitergeben darf, passt mir diese Freiheit nicht so wirklich in den Kram.

Meine Ausbildungsleitung schreibt vor, dass wir uns von unseren Arbeitszeiten her an die örtlichen Ressorts anpassen sollen.

D.h. in meinem Fall wäre das sowieso nur eine Wochenarbeitszeit von nur 34(!) Stunden. Pro Tag also ca. 6,5 Stunden (ohne Pausen). Nicht gerade viel, ne?

Oben erwähnter Azubi-Kollege nutzt diese Freiheit durch den örtlichen Einsatzort ziemlich konsequent aus.
D.h. er kommt nach 8 Uhr und geht meistens schon um 14.30 Uhr.
Morgens und Mittags macht er dann jeweils 1 Stunde Pause. Macht eine Arbeitszeit von knapp 4 Stunden.
(Versteht mich nicht falsch, hier geht es nicht um meinen Azubi-Kollegen, sondern um die Schwierigkeiten die ich damit habe)

Ich befand mich da anfangs irgendwie im Zwiespalt.
Möchte ich ein gutes Verhältnis zu meinem Kollegen aufbauen, um ihm dadurch besser von Jesus erzählen zu können?
Doch welche Kompromisse müsste ich dafür eingehen?
Mich “seinen Arbeitszeiten” anzupassen streitet irgendwie gegen mein Gewissen.
Doch auf der anderen Seite bezeichnet er mich deswegen wieder als “Spieser” oder “seltsam”, wenn ich eben nicht früher nach hause gehe.

Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung[...].
1. Korinther 14,33

Jesus hat mir in den letzten Tagen jedoch klar gemacht, dass ich mit meinem Verhalten und meinem Gewissen, einfach mit allem, allein IHM verpflichtet bin und nicht dieser Welt oder meinen Mitmenschen!

Sollen meine Kollegen mich doch für komisch halten, wenn ich mich in bestimmten Bereichen anders verhalte als sie.

Mein erstes Anliegen sollte es immer sein, Gott gefallen zu wollen.

Denn rede ich jetzt Menschen zuliebe oder Gott? Oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich noch Menschen gefiele, so wäre ich Christi Knecht nicht.
Galater 1,10

Wie sonst sollten die Menschen den Unterschied zwischen Gott und der Welt kennenlernen?

Wie sollten sie seine Heiligkeit erfahren, wenn seine Kinder sich alles andere als heilig verhalten?

Wir dürfen jedoch nie vergessen, dass ich aus eigener Anstrengung heraus nie heilig leben könnte!

Praktisch sieht kann das vielleicht so aussehen, dass ich in einem bestimmten Punkt merke, dass mein Verhalten dort nicht der Heiligkeit Gottes entspricht.

Im Gebet bekenne ich Gott nun meine Unfähigkeit diesen Punkt von mir aus verändern zu können, und willige in seinen Willen ein, damit er mich verändern kann.

In der Kraft des Heiligen Geistes kann ich nun nach dem Willen Gottes leben.

Ich muss meine Überzeugungen erst von Gott verändern, sprich heiligen lassen.

Doch wenn ich lerne Stück für Stück auf den Heiligen Geist zu hören, dann verändert er auch hier meine Einstellung (Überzeugungen).

In der ersten Woche meiner Arbeit bin ich vielleicht noch mit meinem Kollegen um 14.30 Uhr gegangen.
Dann wurde mir durch den Heiligen Geist bewusst, dass das nicht der Heiligkeit Gottes entspricht.
Am Anfang war ich vielleicht noch etwas unwillig meine Einstellung in diesem Bereich heiligen zu lassen.
Doch ich schilderte Gott meine Unfähigkeit und meinen Unwillen und konnte um Veränderung bitten.
Und Stück für Stück kann ich jetzt in den Willen Gottes einwilligen und aus seiner Kraft heraus die geforderte Arbeitszeit auch zu erbringen.

Wir sollten aufhören es als Last zu sehen, wenn der Heilige Geist in bestimmten Punkten in unser Gewissen spricht, sondern uns vielmehr darüber freuen, dass der Heilige Geist überhaupt an uns wirkt!

Bete lieber dafür, dass der Heilige Geist dich noch viel stärker auf diese blinden Flecken aufmerksam macht, damit er dich verändern kann.


Jesus suchen um seiner Selbst willen

Juli 15, 2007

Ich habe das letzte Mal gesagt, dass wir aufhören sollen, uns einen Gott nach unseren eigenen Vorstellungen zu basteln, den wir dann auch nur vom Hören sagen kennen.

Und das du durch Bibel lesen und dem direkten Gespräch mit Gott, dem Gebet, erfahren kannst, wer und wie Gott wirklich ist, weil er sich dir dort vorgestellt hat.

Zu diesem Thema möchte ich heute noch etwas hinzufügen.

In einem normalen Arbeitsverhältnis ist das ja so: Unser Chef stellt uns ein, weil er sich von uns etwas erhofft – wir sollen etwas leisten, also arbeiten, damit die Firma mit uns Geld verdienen kann.

Andersherum arbeiten wir nur, wenn wir auch etwas dafür bekommen – nämlich Geld.

Kaum eine Firma wird dich nur deshalb einstellen, weil der Chef dich gut leiden kann. Genauso wenig würdest du über einen längeren Zeitraum für eine Firma arbeiten die dich nicht bezahlt, nur weil du den Chef gut leiden kannst.

Das ist ein feststehendes Prinzip in vielen Bereichen: Du gibst etwas, weil du dafür auch etwas bekommst.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen, doch unsere Einstellung ist in vielen Bereichen von obigem Prinzip geprägt, oder nicht?

Übertragen wir das ganze nun auf Gott.

Im Gegensatz zur normalen Arbeitswelt ist Gott ein Chef der dich einstellt, ohne etwas von dir zu erwarten.

Er erwartet keine Gegenleistung.

Ich denke das ist den meisten von uns klar. Wenn nicht, dann lass uns später noch einmal darüber reden.

Doch was erwartest du von Gott?

Letzten Samstag hatte ich mir für Sonntag Morgen etwas, für mich sehr „ungewöhnliches”, vorgenommen.

Ich bin um halb 7 Uhr morgens aufgestanden, 1 ½ Stunden früher als normal, und wollte diese 1 ½ Stunden nur mit Beten verbringen.

Während dem Beten hab ich mich gefragt, wieso mache ich dass eigentlich?

Und mir wurde dabei irgendwie klar, dass es mir im Gebet und auch beim Bibel lesen bisher eigentlich immer nur darum ging, was kann ich anderen davon erzählen?

Was kann mir Gott heute sagen, dass ich entweder anderen davon erzählen kann, oder was kann Gott mir sagen, was mich selbst im Leben weiterbringen kann?

Die Frage die ich mir dabei gestellt habe und die ich direkt an dich weitergeben möchte:

Suchst du Gott in erster Linie wegen IHM selbst, oder wegen dem was er dir geben kann?

Willst du Gott mit deinen geistlichen Aktivitäten beeindrucken?

Was erwartest du von Gott, wenn du betest oder in der Bibel liest?

Suchst du Gott in erster Linie wegen seiner Person selbst, oder wegen dem was er dir geben kann oder willst du ihm zeigen wie aktiv du doch bist?

Hast du dich bisher nicht weiter mit Gott beschäftigt, weil er für dich nicht nützlich erscheint?

Und nochmal die Frage an dich, wenn du schon mit Gott lebst, auf was basiert deine Beziehung zu ihm?

Weil er für dich nützlich ist?

Wie Watchman Nee es ausgedrückt hat: Suchst du zuerst den Geber, also Gott, oder seine Gaben, also das was er dir geben kann?

Wir folgen Jesus, weil Er es wert ist, dass du ihm nachfolgst, dass du dein Leben für ihn lebst,

weil er sein Leben für dich gegeben hat!

Wir folgen ihm nicht, weil er unser Führer ist, sondern weil Er es WERT ist, dass man Ihm nachfolgt!

Sein ganzes Leben und Wesen sind so vertrauenerweckend, dass wir als freie Menschen in Liebe darauf antworten und Ihm unser Leben übergeben.

Ohne jede Angst, dass er unser Vertrauen missbrauchen und uns etwas Böse antun könnte!

Prüft euch selbst, mit welcher Einstellung ihr in der Bibel lest oder betet? Wegen Gott, um ihn als Person kennen zu lernen oder suche ich meinen eigenen Vorteil um mein Leben zu verbessern?

Wenn du Gott in deinem Leben bisher wenig erfahren hast, dann liegt das vielleicht daran, dass du ihm gar nicht begegnen wolltest, sondern du nur Forderungen an ihn gestellt hast, was er für dich tun soll.

Es sollte mir im Gebet und beim Bibel lesen aber in erster Linie darum gehen, Gott zu begegnen und ihn besser kennen zu lernen.

Zum Schluss noch ein praktischer Hinweis:

Denk darüber nach, was Jesus Dir bedeutet. Rede mit anderen darüber, lass für Dich beten und bitte Gott darum Dir zu zeigen, wer er ist.


Arne Bachmann – Gottes Geschichte mit uns Menschen – Teil 3: Der Auszug

Juli 12, 2007

Kumpel Arne hatte ja vor einiger Zeit eine kleine Reihe mit dem Thema “Gottes Geschichte mit uns Menschen”, bei uns in Linie 7 angefangen, die er leider nicht ganz beenden konnte.

Nichtsdestotrotz ist mir heute aufgefallen, dass ich die Audio-Datei zu seinem 3. Teil – Der Auszug nie online gestellt habe.

Der Vollständigkeit halber möchte ich das hier und heute nachholen.

Viel Spaß beim Anhören!

Beitrag als Podcast anhören:


Der Wille Gottes

Juli 11, 2007

Heute in meiner stillen Zeit hatte ich so den Eindruck, dass ich den “Willen Gottes” eigentlich für bestimmte abgesteckte Ziele oder Punkte in meinem Leben halte. Und zwischen diesen einzelnen Punkten herrscht Leerlauf, der dann entsteht, wenn ich den “Willen Gottes” mal wieder nicht direkt erkannt habe.

Diese abgesteckten Ziele können dann sein “Du könntest mal wieder einen bestimmten Freund besuchen”, “Du könntest einen bestimmten Freund anrufen”, “Du könntest die Andacht für Freitag vorbereiten”, “Du könntest beten oder Bibel lesen”.

Und wenn ich diese Ziele, also den “Willen Gottes” nicht tue, dann entsteht Leerlauf, d.h. ich tue heute streng genommen nicht das, was Gott eigentlich von mir will.

Ich weiss, diese Gedanken klingen fast schon zu “falsch” , aber prüf dich da mal selbst, wie du über dieses Thema denkst!? Was heißt für dich, “im Willen Gottes leben”?

Nunja, mir ist eben heute dann bewusst geworden, was “im Willen Gottes leben” wohl eher heißt.

Die Bibel sagt u.a. “das ist der Wille Gottes, eure Heiligung” (1.Thessalonicher 4,3).

oder “Denn so ist es der Wille Gottes, dass ihr durch Gutestun die Unwissenheit der unverständigen Menschen zum Schweigen bringt” (1.Petrus 2,15).

Im Hebräischen oder Griechischem gibt es für das Wort “Wille” wohl mehrere Wörter, die aber weniger einen Entschluss, sondern mehr ein Wirken und Handeln beschreiben.

Gott möchte, dass wir heilig leben, dass wir sein göttliches Wesen, seine Herrlichkeit auf der Erde verwirklichen und anderen Menschen vorleben.

In jeder Sekunde meines Lebens will der Heilige Geist Gottes Herrlichkeit in mir und durch mich meinen Mitmenschen mitteilen.

Natürlich gibt Gott auch konkrete Anweisungen was sein Wille ist, d.h. was ich in ganz bestimmten Situationen tun soll, aber dazwischen gilt sein Wille, der für alle Zeit gilt: “Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!” (3.Mose 20,26).

Was dieses “heilig sein” dann im Einzelnen bedeutet, dazu gibt uns Gottes Wort ganz konkrete Anweisungen, denn das ganze Wort Gottes enthält den Willen Gottes – sowohl seine Willenserklärungen als auch seine Verbote. Gottes Wille umfasst insbesondere Errettung, Selbstaufopferung, Erfüllung mit Heiligem Geist, Unterwürfigkeit, Leiden, Zufriedenheit, Ausharren und hier ausdrücklich Heiligkeit.” (John Mac Arthur)

Der “Wille Gottes” ist also weniger ein bestimmter Entschluss, eine bestimmte Handlung zu treffen, sondern ein beständiges Wirken und Handeln.


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