Mitarbeit im Reich Gottes am Beispiel Nehemias Part I

Juli 5, 2007

Ich hab ein bisschen überlegt, ob ich die hier aufgezählten (notwendigen?) geistlichen Aspekte für die Arbeit am Reich Gottes gleich unsere heutige Zeit übertragen sollte, oder ob ich diese Aufgabe meinen Lesern, also dir, überlassen sollte.

Ich hab mich natürlich für letzteres entschieden, weil das das eigene Denken wohl hoffentlich doch mehr fördert.

Viele dieser Gedanken und Formulierungen habe ich dem Bibellesezettel des Diakonissenmutterhauses Aidlingen geklaut entnommen. Wieso sollte ich diese Sätze neu formulieren, wenn die Schwestern das sowieso viel besser können? :-) Vielen Dank also!

Mitarbeit im Reich Gottes am Beispiel Nehemias

Am Beispiel des Mauerbau Nehemias lassen sich einige geistliche Aspekte auch auf unsere heutige Gemeindearbeit übertragen.

  • Der Mauerbau war nicht einfach Nehemias Projekt oder Lebenswerk, sondern es war Gottes Werk.
  • Es war auch nicht Nehemias ausgeklügelter Strategie zu verdanken, dass der Mauerbau so schnell voran ging, sondern es war Gottes Bauplan.
  • Was war die Grundlage Nehemias für seine Arbeit? –> Verheißungsorientiertes, ausdauerndes und demütiges Gebet, d.h. er war sich seiner Sündhaftigkeit und der Errettung allein aus Gnade immer bewusst wenn er vor Gott trat.
  • Doch genauso kannte er auch Gottes Verheißungen und wusste worauf er sich im Gebet stützen konnte.
  • Nehemia war von der Macht und Wirksamkeit des Gebets überzeugt.
  • 3 notwendige Eigenschaften werden bei Nehemia sichtbar: Er war bereit Lasten zu tragen – er sehnte sich nach dem Segen Gottes – und er war bereit zum Kampf für Gottes Sache, d.h. seine Aufgabe war ihm eine Herzensangelegenheit.
  • Geistliche Arbeit wird gewiss auch geistliche Kampfsituationen hervorrufen, doch auch in schwierigen Zeiten hielt Nehemia an der Zusage (Verheißung) Gottes fest, denn er wusste: …der Sieg ist des Herrn.
  • Nehemias Aufgabe bedeutete nicht nur einen großen Aufwand, sondern auch unbedingte Treue Gott gegenüber und ein gutes Miteinander im Team, alle mussten für das gleiche Ziel arbeiten.
  • Zusammenarbeit war besonders wichtig.
  • Gott möchte seine Gemeinde um seiner Ehre willen schön haben.
  • Wenn das Volk Gottes seine Bestimmung, ein „heiliges Volk“ zu sein, aufgibt, schwindet seine geistliche Vollmacht und Kraft, ein lebendiges Zeugnis für den Herrn zu sein.
  • Darum legte Nehemia bei seinem großen Bauprojekt nicht nur Wert auf eine gute Organisation und wirksame Strategien, sondern besonders auf das geistliche Fundament und Leben der Bauleute.
  • Wie konnte Nehemia in seiner Arbeit so mutig und stark sein? Sein Geheimnis war ein demütiges Herz und ein intaktes Gebetsleben.
  • Nehemia leitete zwar das Projekt, aber das ganze Volk arbeitete mit am Werk Gottes.
  • Nehemia hatte das Projekt sorgfältig geplant und jeder dieser Schritte war wichtig: Hörbereitschaft, Warten, Gebet, Buße, Organisation und Planung, Entschlossenheit undMut.
  • Die Bauarbeiten brauchten viel Zeit und Geduld, doch Gottes Mitarbeiter dürfen aus dem „Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut“ leben (Römer 2,4a).
  • Es geht nicht immer alles glatt bei den Bauarbeiten am Reich Gottes.
  • Der Mauerbau stellte nicht nur ein mühseliges, sondern ein ausgeprochen angefochtenes Unternehmen dar.

Doch auch hier ist Gebet und Vertrauen auf Gott der Schlüssel zum Sieg.