Im Jahr 2005 gründete der amerikanische Physiker Bobby Henderson eine eigene Religion, deren Gott ein fliegendes Spaghetti-Monster ist.Die Mitglieder dieser Religion nennen sich „Pastafari“.
Die zentralen Glaubensinhalte sind u.a., dass die Welt von eben jenem, nicht nachweisbaren Fliegenden Spaghetti-Monster geschaffen wurde.
Alle Hinweise auf eine Evolution wurden von eben diesem bewusst gestreut, um die Menschen zu verwirren.
Der Prophet dieser Religion ist Bobby Henderson.
Auch wenn damit der christliche Glaube, und besonders die amerikanischen Kreationisten, auf die Schippe genommen werden sollen, zeigt diese Geschichte doch eine natürliche (menschliche) Verhaltensweise im Umgang mit religiösen bzw. spirituellen Themen (wie man es auch immer nennen möchte).
Ich könnte mir vorstellen, dass durch diese Denkweise ganze Religionen entstehen oder entstanden sind.
Und zwar: Der Mensch macht sich eine Vorstellung davon, wie Gott sein könnte oder seiner Meinung nach sein müsste, und entwickelt daraus seine Religion.
„Ich glaube das Gott so ist…“
„Aber ich glaube das Gott so sein müsste…“
Wenn sich dann mehrere Personen finden, deren spirituelle Vorstellungen von einem Gott oder mehreren Göttern ansatzweise zusammenpassen bzw. man sich evtl. auf einen Kompromiss einigen kann, dann kann daraus durchaus eine neue Religion entstehen.
Ich bin mir sicher, dass auch wir hier innerhalb weniger Stunden eine neue Religion entstehen lassen könnten.
Aber wie ist das?
Ich bin der Patrick, mein Nachname ist Menze.
Wenn jetzt in Afrika ein paar Leute, sagen wir über das Internet, meinen Namen lesen und sich dann die Frage stellen würden, wie ist dieser Patrick Menze?
„Er kommt aus Europa, genauer gesagt Deutschland.
Außer seinem Namen wissen wir noch, dass er im Moment 24 Jahre alt ist.
Okay, so ein Patrick Menze muss doch mindestens 2 m groß sein.
Und er muss strahlend-blaue Augen haben und blonde Haare.
Bestimmt hat er auch massig viel Geld und ist ein absolut spendabler Typ usw.“
Man könnte mir also 1000 verschiedene Eigenschaften zuweisen, nur weil man meint das ein Typ aus Deutschland mit dem Namen Patrick Menze so und so sein müsste.
Und trotzdem treffen von diesen 1000 Eigenschaften vielleicht nur maximal 1-2 zu, wenn überhaupt.
Versteht ihr worauf ich hinaus will?
Wir Menschen machen das mit Gott oft genauso.
Wir haben unsere Vorstellungen von Gott und sagen, dass er so und so sein müsste.
So entstehen Religionen.
Aber der Gott den wir in der Bibel kennen lernen dürfen möchte nicht, dass wir uns ein Bild von ihm machen!
Er macht das andersherum, er stellt sich uns vor! Durch die Bibel.
Dort haben nicht Menschen ihre Vorstellungen von Gott aufgeschrieben, sondern Gott hat sich den Menschen vorgestellt und gesagt so und so bin ich.
Wenn du also wissen willst wie Gott ist, dann musst du dazu in die Bibel schauen.
Das geschieht ganz praktisch.
Wenn ich wissen will wie Gott ist, dann muss ich mir die Zeit nehmen mich hinzusetzen und die Bibel zu lesen.
Ein guter Punkt um damit zu beginnen Gott kennen zu lernen ist z.B. das Johannes-Evangelium.
Lesen wir z.B. Johannes 3,16: Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
Gott liebt also die Welt und hat dafür sogar seinen Sohn hergeben um die Menschheit zu retten.
Das ist eine Eigenschaft Gottes – seine bedingungslose Liebe zu seinen Menschen.
Man hört ja immer wieder solche Aussagen wie „wenn Gott ein liebender Gott ist, wie kann er dann zulassen das Menschen in die Hölle kommen?“
Diese Aussage entsteht, wenn eine Eigenschaft Gottes, in diesem Fall Liebe, von allen seinen anderen Eigenschaften trennen würde.
Gott ist Liebe ja, Gott ist aber auch gerecht und er wird einmal alle Menschen danach richten, ob sie an ihn geglaubt und ihm nachgefolgt sind oder nicht.
Das steht auch in der Bibel!
Wenn ich das wirklich wissen will, wieso Gott so etwas zulassen kann, dann muss ich dazu in die Bibel schauen wenn ich eine Antwort darauf haben möchte.
Wenn ich z.B. etwas über die Liebe Gottes erfahren möchte, dann reicht es
nicht mir nur 1 oder 2 Aussagen herauspicken, dann muss ich konsequenter Weise doch alle Aussagen dazu lesen.
Wenn jemand mich nur vom Hören sagen her kennen würde, dann darf er eigentlich auch keine Aussagen über meinen Charakter treffen, oder?
Wer sagen möchte wie ich wirklich bin, der muss sich schon die Zeit dazu nehmen mich persönlich kennen zu lernen.
Ich will damit sagen, hört auf damit euch euren eigenen Gott nach euren eigenen Vorstellungen zu machen und Theorie aufzustellen, wie Gott sein müsste.
Auch Christen müssen sich da immer wieder prüfen: Glaube ich an den Gott der Bibel oder glaube ich an einen Gott der eher meinen Vorstellungen entspricht?
Die Bibel ist der unveränderliche Maßstab an dem ich meine Vorstellungen von Gott korrigieren lassen muss, nicht andersherum!
Kenne ich Gott wirklich oder nur vom Hören sagen?
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