Jesus suchen um seiner Selbst willen

Ich habe das letzte Mal gesagt, dass wir aufhören sollen, uns einen Gott nach unseren eigenen Vorstellungen zu basteln, den wir dann auch nur vom Hören sagen kennen.

Und das du durch Bibel lesen und dem direkten Gespräch mit Gott, dem Gebet, erfahren kannst, wer und wie Gott wirklich ist, weil er sich dir dort vorgestellt hat.

Zu diesem Thema möchte ich heute noch etwas hinzufügen.

In einem normalen Arbeitsverhältnis ist das ja so: Unser Chef stellt uns ein, weil er sich von uns etwas erhofft – wir sollen etwas leisten, also arbeiten, damit die Firma mit uns Geld verdienen kann.

Andersherum arbeiten wir nur, wenn wir auch etwas dafür bekommen – nämlich Geld.

Kaum eine Firma wird dich nur deshalb einstellen, weil der Chef dich gut leiden kann. Genauso wenig würdest du über einen längeren Zeitraum für eine Firma arbeiten die dich nicht bezahlt, nur weil du den Chef gut leiden kannst.

Das ist ein feststehendes Prinzip in vielen Bereichen: Du gibst etwas, weil du dafür auch etwas bekommst.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen, doch unsere Einstellung ist in vielen Bereichen von obigem Prinzip geprägt, oder nicht?

Übertragen wir das ganze nun auf Gott.

Im Gegensatz zur normalen Arbeitswelt ist Gott ein Chef der dich einstellt, ohne etwas von dir zu erwarten.

Er erwartet keine Gegenleistung.

Ich denke das ist den meisten von uns klar. Wenn nicht, dann lass uns später noch einmal darüber reden.

Doch was erwartest du von Gott?

Letzten Samstag hatte ich mir für Sonntag Morgen etwas, für mich sehr „ungewöhnliches“, vorgenommen.

Ich bin um halb 7 Uhr morgens aufgestanden, 1 ½ Stunden früher als normal, und wollte diese 1 ½ Stunden nur mit Beten verbringen.

Während dem Beten hab ich mich gefragt, wieso mache ich dass eigentlich?

Und mir wurde dabei irgendwie klar, dass es mir im Gebet und auch beim Bibel lesen bisher eigentlich immer nur darum ging, was kann ich anderen davon erzählen?

Was kann mir Gott heute sagen, dass ich entweder anderen davon erzählen kann, oder was kann Gott mir sagen, was mich selbst im Leben weiterbringen kann?

Die Frage die ich mir dabei gestellt habe und die ich direkt an dich weitergeben möchte:

Suchst du Gott in erster Linie wegen IHM selbst, oder wegen dem was er dir geben kann?

Willst du Gott mit deinen geistlichen Aktivitäten beeindrucken?

Was erwartest du von Gott, wenn du betest oder in der Bibel liest?

Suchst du Gott in erster Linie wegen seiner Person selbst, oder wegen dem was er dir geben kann oder willst du ihm zeigen wie aktiv du doch bist?

Hast du dich bisher nicht weiter mit Gott beschäftigt, weil er für dich nicht nützlich erscheint?

Und nochmal die Frage an dich, wenn du schon mit Gott lebst, auf was basiert deine Beziehung zu ihm?

Weil er für dich nützlich ist?

Wie Watchman Nee es ausgedrückt hat: Suchst du zuerst den Geber, also Gott, oder seine Gaben, also das was er dir geben kann?

Wir folgen Jesus, weil Er es wert ist, dass du ihm nachfolgst, dass du dein Leben für ihn lebst,

weil er sein Leben für dich gegeben hat!

Wir folgen ihm nicht, weil er unser Führer ist, sondern weil Er es WERT ist, dass man Ihm nachfolgt!

Sein ganzes Leben und Wesen sind so vertrauenerweckend, dass wir als freie Menschen in Liebe darauf antworten und Ihm unser Leben übergeben.

Ohne jede Angst, dass er unser Vertrauen missbrauchen und uns etwas Böse antun könnte!

Prüft euch selbst, mit welcher Einstellung ihr in der Bibel lest oder betet? Wegen Gott, um ihn als Person kennen zu lernen oder suche ich meinen eigenen Vorteil um mein Leben zu verbessern?

Wenn du Gott in deinem Leben bisher wenig erfahren hast, dann liegt das vielleicht daran, dass du ihm gar nicht begegnen wolltest, sondern du nur Forderungen an ihn gestellt hast, was er für dich tun soll.

Es sollte mir im Gebet und beim Bibel lesen aber in erster Linie darum gehen, Gott zu begegnen und ihn besser kennen zu lernen.

Zum Schluss noch ein praktischer Hinweis:

Denk darüber nach, was Jesus Dir bedeutet. Rede mit anderen darüber, lass für Dich beten und bitte Gott darum Dir zu zeigen, wer er ist.


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