Jesus verpflichtet – Die Freiheit des Gewissens

Juli 17, 2007

Nachdem ich gestern meinen Eintrag über unsere Verpflichtung gegenüber Jesus eingestellt hatte, hatte ich noch ein sehr cooles Gespräch mit meinem Mitbewohner darüber.

Er hat dabei einen sehr interessanten Satz gesagt:

„Wir fühlen uns von unserem Gewissen her immer nur dem nächsten Vorgesetzten verpflichtet.“

Nach einigem Nachdenken muss ich sagen, es stimmt.

Ich fühle mich immer nur der nächsten übergeordneten Einheit, die in gewissen Bereichen über mich bestimmen kann, verpflichtet.

Alles andere ist so weit weg, dass es mich persönlich überhaupt nicht berührt.

Seien es meine Eltern, die zumindest bis zu meinem 18. Lebensjahr über gewisse Dinge in meinem Leben entscheiden durften.

Mein Chef auf der Arbeit, der mir meine Arbeit vorschreibt oder mich entlassen kann.

Die Polizei bzw. der Staat, der mich für Verbrechen bestrafen kann.

Je mehr Freiraum mir mein Vorgesetzer, mein Chef, meine Eltern usw. lassen, desto mehr Freiraum lasse ich meinem Gewissen.

Um auf das Beispiel in meinem letzten Eintrag zurückzukommen: Unser Vorgesetzter in dieser Abteilung lässt mir sehr viel Freiraum, was ich schamlos ausnutzen könnte.

Ich hätte nicht einmal ein schlechtes Gewissen dabei.

Dem Vorgesetzten meines direkten Vorgesetzen gefällt diese Lockerheit wahrscheinlich nicht.

Rene Obermann schon garnicht.

Aber mein Gewissen berührt das nicht, weil ich habe mit Rene Obermann persönlich so viel zu tun wie George W. Bush mit Karl Dall.

Er ist einfach zu weit weg von mir, er übt keinen direkten Einfluss auf mich aus.

Ich habe noch nie mit ihm zu tun gehabt und er übt auch keinen Druck auf mich aus.

Fühlt der Mensch sich mit seinem Gewissen Jesus immer weniger oder überhaupt nicht mehr verpflichtet, weil Jesus soweit weg erscheint?

Kein Wunder, wenn Gott aus unserer Gesellschaft immer mehr verbannt wird!

Aber wir Christen sind in erster Linie nicht unseren direkten Vorgesetzten verpflichtet, sondern Jesus!

Jesus ist unser direkter Vorgesetzter, und er steht über allem!

Jesus ist da und wir sind mit unserem Gewissen ihm verpflichtet.

Doch auch Jesus übt keinen Druck auf uns aus.

Er spricht ganz sanft in unser Gewissen, aber er lässt uns auch immer die Freiheit uns für oder gegen ihn zu entscheiden!

Jesus gibt uns auch in der Anfechtung die Kraft seinen Willen zu tun, aber er lässt uns die freie Entscheidung!

Damit muss man erstmal klar kommen!

Oft wünscht man sich ja, dass einem diese Entscheidung auch noch genommen wird.

Wenn du dein Gewissen und dein Leben nach Jesus ausrichtest, kann Jesus durch dein Leben auch deinen Mitmenschen ins Gewissen reden, weil sie durch dich Jesus erkennen.