Neue Adresse

August 9, 2007

Ein Freund aus meiner Gemeinde war am Wochenende so freundlich meinen Blog auf seinem Webspace zu installieren. Dadurch habe ich nun die Möglichkeit neue Plugins zu installieren, was einige neue Möglichkeiten für meinen Blog bietet.

Mit dem Design habe ich zwar noch meine Probleme, neue Beiträge gibts ab sofort aber nur noch dort.

Die neue Webadresse lautet: http://openmic.life-compass.net


Zusammenhänge in der Bibel

August 8, 2007

In den letzten beiden Monaten hat Gott mir immer wieder die Möglichkeit gegeben, mich mit dem Buch Nehemia in der Bibel zu beschäftigen.
In den letzten beiden Tagen durfte ich mich noch einmal intensiver damit beschäftigen, da ich für unseren Hauskreis eine Bibelarbeit vorbereiten musste.

Ich muss echt sagen, dass Gott mir durch dieses Buch den Zugang zum Alten Testament erschlossen hat.
Um das Buch Nehemia zu verstehen kommt man eigentlich nicht drumrum auch das Buch Esra vor Nehemia zu lesen. In der griechischen LXX und der lateinischen Vulgata heißt das Buch Nehemia sogar 2.Esra.
Man geht davon aus das beide Bücher ursprünglich ein einziges Buch bildeten.

Nun, was mir beim lesen dieser beiden Bücher zum ersten Mal bewusst wurde ist, dass das Buch Daniel zeitlich gesehen ja vor diese beiden Bücher gehört.

Einschub: Die Anordnung der Bücher in der Bibel ist in dieser Hinsicht etwas verwirrend, da das Buch Daniel dort ja erst ein paar Bücher hinter Nehemia folgt. Das ist deshalb so weil die Bücher der Bibel nach ein bestimmten Muster sortiert sind. Schon die hebräische Bibel hat solch eine Gliederung. Am Anfang steht die Tora (die 5 Bücher Mose), dann folgen die Geschichtsbücher (Josua bis Esther), dann die Weisheitsbücher (Hiob bis Hohelied), die Großen Propheten (Jesaja bis Daniel) und zum Schluß des Alten Testaments die Kleinen Propheten (Hosea bis Maleachi).

Dann wurde mir bewusst, dass sich das Buch Haggai mit seinen Prophezeiungen auf Zeit des Buches Esras bezieht (obwohl das Buch Haggai ja fast am Ende des Alten Testaments steht).
Genauso das Buch des Propheten Sacharja.

Das Buch des Propheten Maleachi, also das letzte Buch im Alten Testament, bezieht sich wiederrum auf das Buch Nehemia.

Zeitlich gesehen kann das Buch Nehemia also quasi als das letzte Buch des Alten Testaments gesehen werden, da es die letzten geschichtlichen Ereignissen des Volkes Israel (der Bau der Stadtmauer in Jerusalem) vor den Evangelien und damit dem Erscheinen Johannes des Täufers gesehen werden.

Die letzte Verheißung Gottes in Maleachi 3,23 lautet dann auch: Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, ehe der große und furchtbare Tag des Herrn kommt; und er wird das Herz der Väter den Kindern und das Herz der Kinder wieder ihren Vätern zuwenden, damit ich bei meinem Kommen das Land nicht mit dem Bann schlagen muss!

Jesus bestätigt später den Jüngern in Matthäus 17, 10-13, dass sich dieses Versprechen Gottes mit dem Kommen von Johannes dem Täufer erfüllt hatte:
Da fragten ihn die Jünger: Warum sagen denn die Schriftgelehrten, zuerst müsse Elija kommen? Er gab zur Antwort: Ja, Elija kommt und er wird alles wiederherstellen. Ich sage euch aber: Elija ist schon gekommen, doch sie haben ihn nicht erkannt, sondern mit ihm gemacht, was sie wollten. Ebenso wird auch der Menschensohn durch sie leiden müssen. Da verstanden die Jünger, dass er von Johannes dem Täufer sprach.

Es hat mir einfach wahnsinnig geholfen die Bücher der Bibel jetzt zeitlich einordnen zu können. Das Buch Haggai oder Maleachi kann ich nun mit einem ganz anderen Verständnis lesen, weil ich weiss für welche Zeit in der Geschichte des Volkes Israel diese Prophezeiungen gelten.

Außerdem ist es einfach krass Gottes Handeln in dieser Geschichte entdecken zu können und wie sich die ganzen Prophezeiungen zum Teil schon wirklich erfüllt haben.

Gott hatte seinem Volk in Jeremia 2, 14-25 verheißen, dass die Völker der Assyrer und Babylonier das Volk Israel angreifen würden, wenn sie Gott weiterhin ungehorsam bleiben würden.

Im Jahr 722 v. Chr. verschleppten die Assyrer tatsächlich die 10 Nordstämme des Volkes Israel und zerstreuten sie in der ganzen damals bekannten Welt (2. Könige 17, 7-18).

Im Buch Daniel lesen wir, wie der babylonische König Nebukadnezar Jerusalem belagerte und in Schutt und Asche legte und das Volk aus Jerusalem wegführte.

Danach blieben sie 70 Jahre in Gefangenschaft, genauso wie Gott es in Jeremia 25,11 angekündigt hatte.

Wirklich krass ist auch eine Verheißung in Jesaja 44,28 ff. die Gott 150 Jahre bevor der persische König Kyrus tatsächlich auftrat gibt:
der von Kyrus spricht: “Er ist mein Hirte, und er wird all meinen Willen ausführen und zu Jerusalem sagen: Werde gebaut! und zum Tempel: Werde gegründet!”

Gott nannte den persischen König namentlich, 150 Jahre bevor dieser als König von Persien den Wiederaufbau Jerusalems befahl:
Im ersten Jahr des Königs Kyrus von Persien sollte sich erfüllen, was der Herr durch Jeremia gesprochen hatte. Darum erweckte der Herr den Geist des Königs Kyrus von Persien und Kyrus ließ in seinem ganzen Reich mündlich und schriftlich den Befehl verkünden: So spricht der König Kyrus von Persien: Der Herr, der Gott des Himmels, hat mir alle Reiche der Erde verliehen. Er selbst hat mir aufgetragen, ihm in Jerusalem in Juda ein Haus zu bauen. Jeder unter euch, der zu seinem Volk gehört – sein Gott sei mit ihm -, der soll nach Jerusalem in Juda hinaufziehen und das Haus des Herrn, des Gottes Israels, aufbauen; denn er ist der Gott, der in Jerusalem wohnt. Und jeden, der irgendwo übrig geblieben ist, sollen die Leute des Ortes, in dem er ansässig war, unterstützen mit Silber und Gold, mit beweglicher Habe und Vieh, neben den freiwilligen Gaben für das Haus Gottes in Jerusalem.
Esra 1,1-4

Es ist einfach toll diese geschichtlichen Zusammenhänge in der Bibel entdecken zu können. Gott schreibt seine Geschichte mit seinem Volk und er steht zu seinen Verheißungen! Kein Mensch kann das verhindern!

Es erfüllt mich mit Respekt wenn ich z.B. in Maleachi lesen kann, wie ernst Gott die Sünde und das oberflächliche Handeln der Menschen in geistlichen Dingen nimmt.
Was er für Folgen dafür nennt und wie das Volk Israel diese in den Büchern der Könige, im Buch Daniel usw. tatsächlich zu spüren bekommt.

Wie oft nehme ich die Sünde in meinem Leben auf die leichte Schulter oder handle oberflächlich in geistlichen Dingen, laber einfach so daher oder ziehe mich aus der Verantwortung?

Das macht mir irgendwie noch mehr bewusst wie dankbar wir dafür sein können, dass Jesus unsere Sünden auf sich genommen hat und das “jeder der an ihn glaubt nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat”. (Johannes 3, 16)

Doch er wurde durchbohrt wegen unserer Verbrechen, wegen unserer Sünden zermalmt. Zu unserem Heil lag die Strafe auf ihm, durch seine Wunden sind wir geheilt.
Jesaja 53,5


Theorie und Praxis

August 2, 2007

Ich schreibe seit ca. 2 Jahren sehr unregelmäßig so eine Art Tagebuch, in dass ich einzelne Bibelverse, die mir wichtig geworden sind, und kurze Gedanken reinschreibe. Etwas, das mich gerade beschäftigt weil es mir Probleme in meiner Beziehung zu Gott bereitet. Z.B. liebt Gott mich wirklich? Wieso kriege ich ein bestimmtes Problem immer noch nicht in den Griff? usw.
Teilweise schreibe ich da auch ganz tolle geistliche Erkenntnisse dazu. Geistliche Wahrheiten, sprich Ursachen und Lösungen für diese bestimmten Probleme.

In den letzten Tagen habe ich mal so die Einträge aus dem Jahr 2005 gelesen und musste feststellen, dass ich heute teilweise noch mit den gleichen Problemen wie vor 2 Jahren zu kämpfen habe!
Und das Gott mir auch schon damals viele Dinge klar gemacht hatte, die ich teilweise heute wieder neu entdecke.

Da stellt man sich dann natürlich die Frage, woran liegt das? Gibt es einen Grund dafür, dass ich immer wieder mit den gleichen Probleme zu kämpfen habe, obwohl Gott mir dazu schon vor 2 Jahren seine Wahrheit offenbart hat?

Ich kam zu folgendem Schluss: Ich sammle soviel theoretisches Wissen und geistliche Erfahrungen, doch anstatt dieses theoretische Wissen dann gleich in die Praxis umzusetzen bleibe ich bei der Theorie stehen!

Doch was ist das für ein Glaube? Es gibt Tatsachen, die Jesus am Kreuz für uns vollbracht hat und die wir durch Glauben für uns real machen dürfen. “Ich spreche hier nicht von den Verheißungen sondern von den Tatsachen. Verheißungen werden uns durch den Geist Gottes offenbart, damit wir sie ergreifen. Doch Tatsachen bleiben Tatsachen, unabhängig davon ob wir sie im Glauben ergreifen oder nicht.” (Watchman Nee)

Aber wie oft begnüge ich mich mit der trockenen, leblosen Theorie!

Ich kann noch soviel von theoretisches Zeug über den Frieden des Heiligen Geistes in meinem Leben reden, es wird doch nur trockene Theorie bleiben wenn ich mich mit der Theorie begnüge und nicht Gottes Tatsachen praktisch einfordere, im Glauben wahr mache!

Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue[...]
Galater 5,22

Der Heilige Geist verspricht inneren Frieden, doch was tust du wenn du diesen inneren Frieden in deinem Leben nicht erfährst? Begnügst du dich dann mit der Theorie? Solltest du diesen versprochenen Frieden nicht bei Gott einfordern und nicht eher Ruhe geben bis du ihn erlangt hast?

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.
Hebräer 11,1

In der Theorie kann ich auch glauben das Jesus bei mir ist, wenn ich meinen Freunden von ihm erzähle. Doch auch das wird nur Theorie bleiben wenn ich dieses Versprechen nicht im Glauben annehme und dann praktisch umsetze indem ich eben meinen Freunden wirklich von Jesus erzähle!

Die englische “New Translation” übersetzt den ersten Teil von Hebräer 11,1 besonders gut:

Glaube ist die Substantiierung der Dinge, auf die man hofft…

Der griechische Ausdruck beinhaltet nämlich auch eine Handlung und nicht nur etwas Statisches.

“Glaube macht die wirklichen Dinge für meine Erfahrung wirklich.”
(Watchman Nee)

Ich mache oft die Erfahrung das wir soviel theoretisches Wissen über den Glauben besitzen und auch gerne darüber reden. Aber selten setzen wir diese Theorie auch in die Praxis um.

Doch wie wird das später mal im Himmel? Ich glaube nicht, dass unser theoretisches Wissen dort irgendeinen Wert haben wird. Auch unseren Doktor der Theologie werden wir mit Sicherheit am Eingang abgeben müssen.
Ein Freund hat es etwas vielleicht krass ausgedrückt: “das wird alles in eine Tonne geschmissen werden und zum heizen für die Hölle verwendet.”

Im Himmel wird nur die Praxis von Wert sein. Das was wir durch Jesus getan haben.

Die guten Werke, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir darin wandeln sollen.
Epheser 2,10

Als ich letzten Sonntag aus dem Lobpreisgottesdienst kam fragte mich ein Bruder aus der Gemeinde: “Und wie fandest du den Gottesdienst?”
“Super!”
“Und was nimmst du mit, was du gleich morgen praktisch in deinem Alltag umsetzen möchtest?”

Der Gottesdienst wäre wahrscheinlich fast umsonst gewesen, wenn er mich nur gefühlsmäßig oder theoretisch angesprochen hätte, ich aber nichts praktisches hätte mitnehmen können.

Ich will ab sofort einfach viel mehr praktisch mit Gottes Handeln und einfach seiner Anwesenheit in meinen Alltagsituationen rechnen!
Ich möchte damit rechnen, dass er in jeder Situation handeln möchte.
Im Gespräch mit meinen Kollegen oder meinem Chef, wenn ich keine Geduld mehr habe, dass er mir seine Geduld schenkt.
Wenn ich über ihne rede, dass ich darauf vertraue das er mir die richtigen Worte eingibt.
Und und und…


Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.