Jesus suchen um seiner Selbst willen

Juli 15, 2007

Ich habe das letzte Mal gesagt, dass wir aufhören sollen, uns einen Gott nach unseren eigenen Vorstellungen zu basteln, den wir dann auch nur vom Hören sagen kennen.

Und das du durch Bibel lesen und dem direkten Gespräch mit Gott, dem Gebet, erfahren kannst, wer und wie Gott wirklich ist, weil er sich dir dort vorgestellt hat.

Zu diesem Thema möchte ich heute noch etwas hinzufügen.

In einem normalen Arbeitsverhältnis ist das ja so: Unser Chef stellt uns ein, weil er sich von uns etwas erhofft – wir sollen etwas leisten, also arbeiten, damit die Firma mit uns Geld verdienen kann.

Andersherum arbeiten wir nur, wenn wir auch etwas dafür bekommen – nämlich Geld.

Kaum eine Firma wird dich nur deshalb einstellen, weil der Chef dich gut leiden kann. Genauso wenig würdest du über einen längeren Zeitraum für eine Firma arbeiten die dich nicht bezahlt, nur weil du den Chef gut leiden kannst.

Das ist ein feststehendes Prinzip in vielen Bereichen: Du gibst etwas, weil du dafür auch etwas bekommst.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen, doch unsere Einstellung ist in vielen Bereichen von obigem Prinzip geprägt, oder nicht?

Übertragen wir das ganze nun auf Gott.

Im Gegensatz zur normalen Arbeitswelt ist Gott ein Chef der dich einstellt, ohne etwas von dir zu erwarten.

Er erwartet keine Gegenleistung.

Ich denke das ist den meisten von uns klar. Wenn nicht, dann lass uns später noch einmal darüber reden.

Doch was erwartest du von Gott?

Letzten Samstag hatte ich mir für Sonntag Morgen etwas, für mich sehr „ungewöhnliches“, vorgenommen.

Ich bin um halb 7 Uhr morgens aufgestanden, 1 ½ Stunden früher als normal, und wollte diese 1 ½ Stunden nur mit Beten verbringen.

Während dem Beten hab ich mich gefragt, wieso mache ich dass eigentlich?

Und mir wurde dabei irgendwie klar, dass es mir im Gebet und auch beim Bibel lesen bisher eigentlich immer nur darum ging, was kann ich anderen davon erzählen?

Was kann mir Gott heute sagen, dass ich entweder anderen davon erzählen kann, oder was kann Gott mir sagen, was mich selbst im Leben weiterbringen kann?

Die Frage die ich mir dabei gestellt habe und die ich direkt an dich weitergeben möchte:

Suchst du Gott in erster Linie wegen IHM selbst, oder wegen dem was er dir geben kann?

Willst du Gott mit deinen geistlichen Aktivitäten beeindrucken?

Was erwartest du von Gott, wenn du betest oder in der Bibel liest?

Suchst du Gott in erster Linie wegen seiner Person selbst, oder wegen dem was er dir geben kann oder willst du ihm zeigen wie aktiv du doch bist?

Hast du dich bisher nicht weiter mit Gott beschäftigt, weil er für dich nicht nützlich erscheint?

Und nochmal die Frage an dich, wenn du schon mit Gott lebst, auf was basiert deine Beziehung zu ihm?

Weil er für dich nützlich ist?

Wie Watchman Nee es ausgedrückt hat: Suchst du zuerst den Geber, also Gott, oder seine Gaben, also das was er dir geben kann?

Wir folgen Jesus, weil Er es wert ist, dass du ihm nachfolgst, dass du dein Leben für ihn lebst,

weil er sein Leben für dich gegeben hat!

Wir folgen ihm nicht, weil er unser Führer ist, sondern weil Er es WERT ist, dass man Ihm nachfolgt!

Sein ganzes Leben und Wesen sind so vertrauenerweckend, dass wir als freie Menschen in Liebe darauf antworten und Ihm unser Leben übergeben.

Ohne jede Angst, dass er unser Vertrauen missbrauchen und uns etwas Böse antun könnte!

Prüft euch selbst, mit welcher Einstellung ihr in der Bibel lest oder betet? Wegen Gott, um ihn als Person kennen zu lernen oder suche ich meinen eigenen Vorteil um mein Leben zu verbessern?

Wenn du Gott in deinem Leben bisher wenig erfahren hast, dann liegt das vielleicht daran, dass du ihm gar nicht begegnen wolltest, sondern du nur Forderungen an ihn gestellt hast, was er für dich tun soll.

Es sollte mir im Gebet und beim Bibel lesen aber in erster Linie darum gehen, Gott zu begegnen und ihn besser kennen zu lernen.

Zum Schluss noch ein praktischer Hinweis:

Denk darüber nach, was Jesus Dir bedeutet. Rede mit anderen darüber, lass für Dich beten und bitte Gott darum Dir zu zeigen, wer er ist.


Arne Bachmann – Gottes Geschichte mit uns Menschen – Teil 3: Der Auszug

Juli 12, 2007

Kumpel Arne hatte ja vor einiger Zeit eine kleine Reihe mit dem Thema „Gottes Geschichte mit uns Menschen“, bei uns in Linie 7 angefangen, die er leider nicht ganz beenden konnte.

Nichtsdestotrotz ist mir heute aufgefallen, dass ich die Audio-Datei zu seinem 3. Teil – Der Auszug nie online gestellt habe.

Der Vollständigkeit halber möchte ich das hier und heute nachholen.

Viel Spaß beim Anhören!

Beitrag als Podcast anhören:


Der Wille Gottes

Juli 11, 2007

Heute in meiner stillen Zeit hatte ich so den Eindruck, dass ich den „Willen Gottes“ eigentlich für bestimmte abgesteckte Ziele oder Punkte in meinem Leben halte. Und zwischen diesen einzelnen Punkten herrscht Leerlauf, der dann entsteht, wenn ich den „Willen Gottes“ mal wieder nicht direkt erkannt habe.

Diese abgesteckten Ziele können dann sein „Du könntest mal wieder einen bestimmten Freund besuchen“, „Du könntest einen bestimmten Freund anrufen“, „Du könntest die Andacht für Freitag vorbereiten“, „Du könntest beten oder Bibel lesen“.

Und wenn ich diese Ziele, also den „Willen Gottes“ nicht tue, dann entsteht Leerlauf, d.h. ich tue heute streng genommen nicht das, was Gott eigentlich von mir will.

Ich weiss, diese Gedanken klingen fast schon zu „falsch“ , aber prüf dich da mal selbst, wie du über dieses Thema denkst!? Was heißt für dich, „im Willen Gottes leben“?

Nunja, mir ist eben heute dann bewusst geworden, was „im Willen Gottes leben“ wohl eher heißt.

Die Bibel sagt u.a. „das ist der Wille Gottes, eure Heiligung“ (1.Thessalonicher 4,3).

oder „Denn so ist es der Wille Gottes, dass ihr durch Gutestun die Unwissenheit der unverständigen Menschen zum Schweigen bringt“ (1.Petrus 2,15).

Im Hebräischen oder Griechischem gibt es für das Wort „Wille“ wohl mehrere Wörter, die aber weniger einen Entschluss, sondern mehr ein Wirken und Handeln beschreiben.

Gott möchte, dass wir heilig leben, dass wir sein göttliches Wesen, seine Herrlichkeit auf der Erde verwirklichen und anderen Menschen vorleben.

In jeder Sekunde meines Lebens will der Heilige Geist Gottes Herrlichkeit in mir und durch mich meinen Mitmenschen mitteilen.

Natürlich gibt Gott auch konkrete Anweisungen was sein Wille ist, d.h. was ich in ganz bestimmten Situationen tun soll, aber dazwischen gilt sein Wille, der für alle Zeit gilt: „Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!“ (3.Mose 20,26).

Was dieses „heilig sein“ dann im Einzelnen bedeutet, dazu gibt uns Gottes Wort ganz konkrete Anweisungen, denn das ganze Wort Gottes enthält den Willen Gottes – sowohl seine Willenserklärungen als auch seine Verbote. Gottes Wille umfasst insbesondere Errettung, Selbstaufopferung, Erfüllung mit Heiligem Geist, Unterwürfigkeit, Leiden, Zufriedenheit, Ausharren und hier ausdrücklich Heiligkeit.“ (John Mac Arthur)

Der „Wille Gottes“ ist also weniger ein bestimmter Entschluss, eine bestimmte Handlung zu treffen, sondern ein beständiges Wirken und Handeln.


Mit offenen Armen

Juli 10, 2007

Vielleicht kennst du das auch, das Bild vom zornigen Gott, der mit verschränkten Armen vor uns steht und uns zurückweist, wenn wir mal wieder angekrochen kommen, nachdem wir zum xten-Mal wieder unsere eigenen Wege gegangen sind:

„Nein, so schnell geht das diesmal nicht, mein Freund! Diesmal hast du es echt übertrieben! Ich habe dir schon 100 mal gesagt, dass ich nicht will dass du so etwas tust! Jetzt ist Schluss, dass wars! Das will ich dir jetzt nicht mehr vergeben, auch wenn du es wieder von ganzem Herzen bereust.“

Kennst du das? Denkst du manchmal auch so von Gott?

Ich muss zugeben, ich denke manchmal so von Gott. Dann, wenn ich wirklich zum xten-Mal die selbe Sünde begangen habe, obwohl ich es eigentlich doch besser weiß!
Dann denke ich manchmal, dass Gott mir jetzt einfach nicht mehr vergeben kann. Das ich zu ihm komme und er mich zurückweist und fortschickt.

Weißt du was? Gott macht das wirklich traurig, wenn wir so von ihm denken!

Er will nicht, dass wir so von ihm denken!

Wenn du so von Gott denkst, dann äußere im Gespräch mit Gott doch einfach mal den Wunsch, dass du ihn kennen lernen willst und sonst nichts anderes.

Wir wollen immer so aktiv sein und uns von Gott gebrauchen lassen, so dass wir garnicht mehr die Zeit dazu nehmen, einfach nur Gott kennenlernen zu wollen.

Gott wird uns niemals die kalte Schulter zeigen, wenn wir durch Gebet aufrichtig seine Nähe suchen! Das entspricht überhaupt nicht seinem Wesen.

Anstatt mit verschränkten Armen wartet Gott mit offenen Armen auf uns bis wir umkehren und wieder seine Nähe und Vergebung suchen.


Und der Briefkasten war leer…

Juli 7, 2007

Gerade eben hat Gott mir etwas durch ein sehr einfaches Bild klar gemacht: Mein Tag lief heute nicht gerade besonders gut, und ich verspürte den Wunsch mir einfach die Zeit zu nehmen und zu beten.

Doch als ich mich gerade hingekniet hatte, fiel mir ein, dass ich ja heute noch überhaupt nicht am Briefkasten gewesen bin, um nach der Post zu schauen. Vielleicht ist ja ein netter Brief dabei.

Ich bin also nach unten gegangen, um nach der Post zu schauen, und was war? Der Briefkasten war leer.

Mir ist in diesem Moment bewusst geworden, dass ich sehr oft so handle.

Anstatt die Nähe Gottes zu suchen, laufe ich lieber Sachen hinterher, die mir eine scheinbar schnelle Befriedigung verschaffen, nur um am Ende festzustellen, dass sie genauso leer wie mein Briefkasten sind und in mir drin nichts als Leere hinterlassen.

Denn zweifach Böses hat mein Volk begangen: Mich, die Quelle lebendigen Wassers, haben sie verlassen, um sich Zisternen auszuhauen, rissige Zisternen, die das Wasser nicht halten.

Jeremia 2,13 

Jesus spricht:

Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

Johannes 10,10 


Der eigene Gott

Juli 6, 2007

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Im Jahr 2005 gründete der amerikanische Physiker Bobby Henderson eine eigene Religion, deren Gott ein fliegendes Spaghetti-Monster ist.Die Mitglieder dieser Religion nennen sich „Pastafari“.

Die zentralen Glaubensinhalte sind u.a., dass die Welt von eben jenem, nicht nachweisbaren Fliegenden Spaghetti-Monster geschaffen wurde.

Alle Hinweise auf eine Evolution wurden von eben diesem bewusst gestreut, um die Menschen zu verwirren.

Der Prophet dieser Religion ist Bobby Henderson.

Auch wenn damit der christliche Glaube, und besonders die amerikanischen Kreationisten, auf die Schippe genommen werden sollen, zeigt diese Geschichte doch eine natürliche (menschliche) Verhaltensweise im Umgang mit religiösen bzw. spirituellen Themen (wie man es auch immer nennen möchte).

Ich könnte mir vorstellen, dass durch diese Denkweise ganze Religionen entstehen oder entstanden sind.

Und zwar: Der Mensch macht sich eine Vorstellung davon, wie Gott sein könnte oder seiner Meinung nach sein müsste, und entwickelt daraus seine Religion.

„Ich glaube das Gott so ist…“

„Aber ich glaube das Gott so sein müsste…“

Wenn sich dann mehrere Personen finden, deren spirituelle Vorstellungen von einem Gott oder mehreren Göttern ansatzweise zusammenpassen bzw. man sich evtl. auf einen Kompromiss einigen kann, dann kann daraus durchaus eine neue Religion entstehen.

Ich bin mir sicher, dass auch wir hier innerhalb weniger Stunden eine neue Religion entstehen lassen könnten.

Aber wie ist das?

Ich bin der Patrick, mein Nachname ist Menze.

Wenn jetzt in Afrika ein paar Leute, sagen wir über das Internet, meinen Namen lesen und sich dann die Frage stellen würden, wie ist dieser Patrick Menze?

„Er kommt aus Europa, genauer gesagt Deutschland.

Außer seinem Namen wissen wir noch, dass er im Moment 24 Jahre alt ist.

Okay, so ein Patrick Menze muss doch mindestens 2 m groß sein.

Und er muss strahlend-blaue Augen haben und blonde Haare.

Bestimmt hat er auch massig viel Geld und ist ein absolut spendabler Typ usw.“

Man könnte mir also 1000 verschiedene Eigenschaften zuweisen, nur weil man meint das ein Typ aus Deutschland mit dem Namen Patrick Menze so und so sein müsste.

Und trotzdem treffen von diesen 1000 Eigenschaften vielleicht nur maximal 1-2 zu, wenn überhaupt.

Versteht ihr worauf ich hinaus will?

Wir Menschen machen das mit Gott oft genauso.

Wir haben unsere Vorstellungen von Gott und sagen, dass er so und so sein müsste.

So entstehen Religionen.

Aber der Gott den wir in der Bibel kennen lernen dürfen möchte nicht, dass wir uns ein Bild von ihm machen!

Er macht das andersherum, er stellt sich uns vor! Durch die Bibel.

Dort haben nicht Menschen ihre Vorstellungen von Gott aufgeschrieben, sondern Gott hat sich den Menschen vorgestellt und gesagt so und so bin ich.

Wenn du also wissen willst wie Gott ist, dann musst du dazu in die Bibel schauen.

Das geschieht ganz praktisch.

Wenn ich wissen will wie Gott ist, dann muss ich mir die Zeit nehmen mich hinzusetzen und die Bibel zu lesen.

Ein guter Punkt um damit zu beginnen Gott kennen zu lernen ist z.B. das Johannes-Evangelium.

Lesen wir z.B. Johannes 3,16: Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

Gott liebt also die Welt und hat dafür sogar seinen Sohn hergeben um die Menschheit zu retten.

Das ist eine Eigenschaft Gottes – seine bedingungslose Liebe zu seinen Menschen.

Man hört ja immer wieder solche Aussagen wie „wenn Gott ein liebender Gott ist, wie kann er dann zulassen das Menschen in die Hölle kommen?“

Diese Aussage entsteht, wenn eine Eigenschaft Gottes, in diesem Fall Liebe, von allen seinen anderen Eigenschaften trennen würde.

Gott ist Liebe ja, Gott ist aber auch gerecht und er wird einmal alle Menschen danach richten, ob sie an ihn geglaubt und ihm nachgefolgt sind oder nicht.

Das steht auch in der Bibel!

Wenn ich das wirklich wissen will, wieso Gott so etwas zulassen kann, dann muss ich dazu in die Bibel schauen wenn ich eine Antwort darauf haben möchte.

Wenn ich z.B. etwas über die Liebe Gottes erfahren möchte, dann reicht es
nicht mir nur 1 oder 2 Aussagen herauspicken, dann muss ich konsequenter Weise doch alle Aussagen dazu lesen.

Wenn jemand mich nur vom Hören sagen her kennen würde, dann darf er eigentlich auch keine Aussagen über meinen Charakter treffen, oder?

Wer sagen möchte wie ich wirklich bin, der muss sich schon die Zeit dazu nehmen mich persönlich kennen zu lernen.

Ich will damit sagen, hört auf damit euch euren eigenen Gott nach euren eigenen Vorstellungen zu machen und Theorie aufzustellen, wie Gott sein müsste.

Auch Christen müssen sich da immer wieder prüfen: Glaube ich an den Gott der Bibel oder glaube ich an einen Gott der eher meinen Vorstellungen entspricht?

Die Bibel ist der unveränderliche Maßstab an dem ich meine Vorstellungen von Gott korrigieren lassen muss, nicht andersherum!

Kenne ich Gott wirklich oder nur vom Hören sagen?

Beitrag als Podcast:


Mitarbeit im Reich Gottes am Beispiel Nehemias Part I

Juli 5, 2007

Ich hab ein bisschen überlegt, ob ich die hier aufgezählten (notwendigen?) geistlichen Aspekte für die Arbeit am Reich Gottes gleich unsere heutige Zeit übertragen sollte, oder ob ich diese Aufgabe meinen Lesern, also dir, überlassen sollte.

Ich hab mich natürlich für letzteres entschieden, weil das das eigene Denken wohl hoffentlich doch mehr fördert.

Viele dieser Gedanken und Formulierungen habe ich dem Bibellesezettel des Diakonissenmutterhauses Aidlingen geklaut entnommen. Wieso sollte ich diese Sätze neu formulieren, wenn die Schwestern das sowieso viel besser können? :-) Vielen Dank also!

Mitarbeit im Reich Gottes am Beispiel Nehemias

Am Beispiel des Mauerbau Nehemias lassen sich einige geistliche Aspekte auch auf unsere heutige Gemeindearbeit übertragen.

  • Der Mauerbau war nicht einfach Nehemias Projekt oder Lebenswerk, sondern es war Gottes Werk.
  • Es war auch nicht Nehemias ausgeklügelter Strategie zu verdanken, dass der Mauerbau so schnell voran ging, sondern es war Gottes Bauplan.
  • Was war die Grundlage Nehemias für seine Arbeit? –> Verheißungsorientiertes, ausdauerndes und demütiges Gebet, d.h. er war sich seiner Sündhaftigkeit und der Errettung allein aus Gnade immer bewusst wenn er vor Gott trat.
  • Doch genauso kannte er auch Gottes Verheißungen und wusste worauf er sich im Gebet stützen konnte.
  • Nehemia war von der Macht und Wirksamkeit des Gebets überzeugt.
  • 3 notwendige Eigenschaften werden bei Nehemia sichtbar: Er war bereit Lasten zu tragen – er sehnte sich nach dem Segen Gottes – und er war bereit zum Kampf für Gottes Sache, d.h. seine Aufgabe war ihm eine Herzensangelegenheit.
  • Geistliche Arbeit wird gewiss auch geistliche Kampfsituationen hervorrufen, doch auch in schwierigen Zeiten hielt Nehemia an der Zusage (Verheißung) Gottes fest, denn er wusste: …der Sieg ist des Herrn.
  • Nehemias Aufgabe bedeutete nicht nur einen großen Aufwand, sondern auch unbedingte Treue Gott gegenüber und ein gutes Miteinander im Team, alle mussten für das gleiche Ziel arbeiten.
  • Zusammenarbeit war besonders wichtig.
  • Gott möchte seine Gemeinde um seiner Ehre willen schön haben.
  • Wenn das Volk Gottes seine Bestimmung, ein „heiliges Volk“ zu sein, aufgibt, schwindet seine geistliche Vollmacht und Kraft, ein lebendiges Zeugnis für den Herrn zu sein.
  • Darum legte Nehemia bei seinem großen Bauprojekt nicht nur Wert auf eine gute Organisation und wirksame Strategien, sondern besonders auf das geistliche Fundament und Leben der Bauleute.
  • Wie konnte Nehemia in seiner Arbeit so mutig und stark sein? Sein Geheimnis war ein demütiges Herz und ein intaktes Gebetsleben.
  • Nehemia leitete zwar das Projekt, aber das ganze Volk arbeitete mit am Werk Gottes.
  • Nehemia hatte das Projekt sorgfältig geplant und jeder dieser Schritte war wichtig: Hörbereitschaft, Warten, Gebet, Buße, Organisation und Planung, Entschlossenheit undMut.
  • Die Bauarbeiten brauchten viel Zeit und Geduld, doch Gottes Mitarbeiter dürfen aus dem „Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut“ leben (Römer 2,4a).
  • Es geht nicht immer alles glatt bei den Bauarbeiten am Reich Gottes.
  • Der Mauerbau stellte nicht nur ein mühseliges, sondern ein ausgeprochen angefochtenes Unternehmen dar.

Doch auch hier ist Gebet und Vertrauen auf Gott der Schlüssel zum Sieg.


Wie eine Kerze

Juni 23, 2007

Der Mensch ohne Gott ist wie eine Kerze, die aber erst noch entzündet werden muss. Er vielleicht ganz schön anzusehen, aber wenn er nicht entzündet wird erfüllt er nie den Zweck zu dem er eigentlich geschaffen worden ist.

Erst wenn Gott ihn mit seinem Geist entzündet kann der Mensch seiner eigentlichen Bestimmung gerecht werden: Gottes wärmende Liebe in eine kalte Welt hinauszutragen.


Geistestaufe

Juni 17, 2007

Ich glaube nicht, dass die Geistestaufe ein von unserer Bekehrung getrenntes Ereignis ist, man diese aber erst später erfahren kann.

Wann geschieht das?

Den Heiligen Geist schenkt Gott mir bei meiner Bekehrung.

Seine Wirkung erfahre ich in vollem Umfang jedoch erst, wenn ich aufhöre von mir selbst aus christlich sein zu wollen.

Wenn ich aufhöre zu versuchen, aus eigener Anstrengung etwas für Gott tun zu wollen, sondern seinen Heiligen Geist in mir zur vollen Entfaltung kommen lasse.

Wenn Gott mir sein vollständiges Evangelium offenbart

(Meinen Stand als Sünder erkennen, die Notwendigkeit der Umkehr begreifen, die Vergebung der Sünden durch Jesu Blut erfahren, die Kreuzigung meines alten Menschen und die Auferstehung / das neue Leben in Jesus erfahren, die Entdeckung des Heiligen Geistes und sein Wirken in mir und durch mich erleben, der Dienst mit den Gaben des Heiligen Geistes, leben zur Ehre Gottes / Gottes Eigenschaften / Liebe den anderen Menschen wiederspiegeln / durch mich leben lassen)

und ich diese Tatsachen für mich durch den Glauben erfahrbar machen kann.

Der Heilige Geist war also schon seit meiner Bekehrung da, durch meine eigenen Anstrengungen und Versuche christlich zu sein, freundlich zu sein, liebevoll zu sein usw., habe ich ihn jedoch nicht zur Entfaltung kommen lassen, so dass er mir seine Werke, seinen Frieden, seine Liebe usw. schenken konnte.

Zum Schluss möchte ich noch Reinhold Ulonska zitieren:

Die Geistestaufe kann sehr wohl von der Heilserfahrung unterschieden, aber nicht von ihr geschieden werden. Sie ist keine abgekoppelte Erfahrung, sondern sie ist die Folge der Heilserfahrung. Sie kann nur dort erfahren werden, wo man von neuem geboren ist und um Vergebung der Sünden durch das Blut Jesu Christi weiß.

Es geht aber nicht an, dass man einen Heiligungsstand zur Basis für den Empfang der Geistestaufe macht, denn dann wäre sie keine Gnadenerfahrung. Deswegen ist aber auch für uns der Geistgetaufte nie ein Christ höherer Klasse. Die Geistestaufe ist kein Rangabzeichen oder Orden, sondern eine Ausrüstung zum Dienst.

Auch er muss der Heiligung nachjagen. Die Erfahrung heiligt ihn nicht, sondern drängt ihn zur Heiligung. Wer dem Drängen des Geistes folgt wird erleben, wie die Frucht des Geistes wächst. Für den Stand in Christus sind nicht die Gaben der Prüfstein, sondern die Frucht.

Für unser Heil ist einzig und allein die Tatsache ausschlaggebend, dass Jesus Christus durch den Glauben in unseren Herzen wohnt und Sein Blut uns von unseren Sünden gewaschen hat.

Diese Gedanken sind keinesfalls abgeschlossen, deswegen würde ich mich über zahlreiche Kommentare und Anmerkungen, Erfahrungsberichte usw. freuen.


Der Kampf gegen mich selbst

Juni 9, 2007

Ich hatte gestern Abend ein sehr gutes Gespräch mit einer Freundin aus unserem Leitungsteam von Linie 7, wo es einfach um die Reflektion unserer Arbeit, wie einer den anderen sieht und wie so der Umgang mit einander empfunden wird.

Dieses Gespräch war absolut positiv und dringend notwendig, weil offene und ehrliche Kommunikation innerhalb eines Teams total wichtig ist, weil sonst leicht Missverständnisse entstehen können, die das Miteinander und die gemeinsame Arbeit blockieren.

Zum Ende des Gesprächs kamen wir dann auf Dinge, die mich in meiner Arbeit blockieren und wie ich damit umgehe. Konkret ging es dabei um bestimmte Dinge, die ich immer wieder einfach nicht auf die Reihe bekomme, Dinge, die ich gerne ändern würde, was ich aber einfach nicht hin bekomme und woran ich immer wieder scheitere.
Oder bestimmte Verhaltensweisen, die mich immer wieder dazu bringen, mich schuldig vor Gott zu fühlen und meine Wahrnehmung von Gott betrüben.

Die Frage war, wie gehe ich damit um? Und Gott hat mir in diesem Gespräch klar gemacht, dass immer noch selbst versuche gegen diese Verhaltensweisen anzukämpfen, um sie zumindest möglichst klein zu halten. Der Kampf gegen mich selbst quasi.

Ich bin wie eine Katze, die sich immer wieder versucht selbst in den Schwanz zu beißen, und sich dabei ständig nur im Kreis dreht.

Mir war das bis gestern Abend überhaupt nicht so bewusst! Ich hatte ja in einem meiner letzten Beiträge genau über dieses Thema geschrieben, dass wir erkennen müssen, dass unser alter Mensch mit seinen Verhaltensweisen gekreuzigt wurde:

Römer 6,6: Das gilt es also zu begreifen: Der alte Mensch, der wir früher waren, ist mit Christus am Kreuz gestorben. Unser von der Sünde beherrschtes Ich ist damit tot und wir müssen nicht länger Sklaven der Sünde sein.

Es ist kein Wunder, dass ich immer wieder an meinen alten Verhaltensweisen scheitere und das es sinnlos ist, diese bekämpfen zu wollen.

Gott hat am Kreuz mein altes Ich komplett beseitigt, damit durch seine Auferstehung ein neues Leben leben kann.

Und wenn wir das einmal verstanden haben, dann richtet sich unser Kampf nicht mehr gegen Fleisch und Blut, also gegen uns selbst, sondern die listigen Anschläge des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.
(Epheser 6, 11.12)

Die nötigen Mittel, um diesen Kampf zu bestehen teilt uns Gott dann in Epheser 6, 13-20 mit:

Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt. So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit und an den Beinen gestiefelt, bereit einzutreten für das Evangelium des Friedens. Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen, und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes. Betet allezeit mit Bitten und Flehen im Geist und wacht dazu mit aller Beharrlichkeit im Gebet für alle Heiligen und für mich, dass mir das Wort gegeben werde, wenn ich meinen Mund auftue, freimütig das Geheimnis des Evangeliums zu verkündigen, dessen Bote ich bin in Ketten, dass ich mit Freimut davon rede, wie ich es muss.

Zum Abschluss noch ein Wort der Ermutigung:

Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat.Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.
(Römer 6, 37-39)