Die Liebe Jesu

Mai 31, 2007

Als ich heute Abend mit der S-Bahn unterwegs war, stieg an einer Haltestelle eine Gruppe Jugendlicher ein, die alle sehr gestylt waren, was Haare, Klamotten und Schmuck angeht.
Ich muss sagen, dass ich allgemein sehr gerne Menschen und ihr Verhalten beobachte, und mir dann so meine Gedanken darüber mache.

Als ich diese Jungen und Mädchen beobachtete, wie sie sich so verhielten, besonders im Umgang miteinander, hab ich mich gefragt, wieso sind die so? War ich früher selbst so, oder ist das nur eine andere Art von Menschen (ohne jetzt schlecht darüber urteilen zu wollen)?

Ja aber, wie sind die denn so?

Ich meine damit u.a. die Art sich möglichst auffällig zu kleiden: Eine Cap von von Dutch auf dem Kopf, möglichst zwei glitzerne Brillies in beiden Ohren, das Hemd von D&G, die Hose in den Socken, den Vokuhila gut durchgegelt, das Handy in der Hand, damit möglichst jeder zu 2Pac mitnicken kann.

Oder die Frauen: Möglichst viel Make-Up im Gesicht, die Haare ebenfalls möglichst trendy gestylt, bei den Klamotten zählt dann die Devise „weniger ist mehr“ usw.

Versteht mich nicht falsch, ich möchte diesen Typ Mensch damit nicht ins lächerliche ziehen!

Ich frage mich dabei nur, wieso rennt der Großteil der Jugendliche heute so rum? Wieso ziehen sich die Mädchen von heute so an wie damals nur Prostituierte am Standrand angezogen waren?
Ist das wirklich nur eine Modeerscheinung oder eben eine andere Art, ein anderer Typ Mensch?

Bin ich selbst einfach nur eine etwas andere Art Mensch? Bin ich eben einfach nur etwas schüchterner und ruhiger, oder liegt es vielleicht daran, dass ich einfach etwas andere Interessen habe als diese?
Hat mich die damalige Zeit nur einfach anders geprägt als die Jugendlichen heute?

Vielleicht, aber im Kern der Sache sind diese Jugendlichen aus der Bahn mir vielleicht doch ähnlicher als ich denke.

Um was geht es denn den Jungs und Mädels mit ihren trendy Klamotten und den gegelten Haaren?
Sie wollen auffallen, sie wollen von ihren Mitmenschen wahrgenommen werden, die Aufmerksamkeit der anderen erregen.
Und warum?

Weil sie sich nach Anerkennung sehen, danach geliebt und angenommen zu werden!

Vielleicht ist ihnen das selbst nicht so bewusst, und sie würden es auch abstreiten, wenn man sie darauf anspricht.

Aber was sollte denn sonst der Grund dafür sein, wenn Frauen versuchen, sich möglichst attraktiv zu kleiden? Wieso versuche Männer den möglichst cool und hart auszusehen, wenn nicht deshalb, weil sie die 1. die Frauen auf sich aufmerksam machen wollen und 2. von ihren Kumpels akzeptiert zu werden?

Ich glaube die Jugend von heute sehnt sich so sehr nach Liebe und danach, angenommen, ernstgenommen und akzeptiert zu werden, wie noch nie zuvor!

Und gleichzeitig vermittelt sie das genaue Gegenteil!

Wieso fühle ich mich jedesmal bedroht, wenn eine Gruppe Jugendlicher in die S-Bahn einsteigt?

Und lauscht man den Gesprächen einer solchen Gruppe, dann könnte ich jedesmal fast kotzen! Da wird ständig versucht sich zu behaupten, indem man den anderen möglichst dumm anmacht, und der ist der King in der Gruppe, der den anderen möglichst einfallsreich beleidigt!

Auf der einen Seite sehnen wir uns nach Liebe und Angenommensein, auf der anderen Seite versuchen wir das dann dadurch zu erreichen, indem wir den anderen fertig machen, nur um dadurch Respekt und Anerkennung zu bekommen. Was für eine Paranoia!

Wie soll da echtes Vertrauen und das Gefühl sich angenommen zu fühlen, entstehen?

Und weiter versucht man sich Respekt zu verdienen, indem man den anderen beweist, wieviel Alkohol man saufen kann, nur um dann Montags wieder damit vor den anderen prahlen zu können.
Oder man verdient sich den Respekt, indem man vor der Gruppe einen unschuldigen Passanten zusammenwi… zusammenhaut, der leider zufällig zur falschen Zeit am falschen Ort war.

Und im Endeffekt sehnt man sich doch nur danach angenommen und geliebt zu sein, ohne sich verstellen zu müssen.

Was ist das für ein Stress, sich morgens oder abends stundenlang noch Make-up ins Gesicht schmieren zu müssen, oder ständig drauf achten zu müssen, dass auch ja die Kleidung richtig sitzt.

Wieso kann ich nicht einfach ich selbst sein? Wieso muss ich mich ständig verstellen, nur um von den anderen akzeptiert zu werden?

Ich habe ja zu Beginn gesagt, dass diese Jugendliche im Innern mir garnicht so unähnlich sind. Wieso?

Nun, auch sehne mich danach, geliebt und akzeptiert zu werden. Auch ich verstelle mich oft, um von anderen angenommen zu werden. Bei mir zeigt sich das einfach nur auf eine andere Art und vielleicht auch nicht so extrem.

Ich persönlich bin dann eher in mich gekehrt und ziehe mich zurück, nur um keine Fehler zu machen. Aber letztendlich auch nur aus der Angst, wegen meines Verhaltens abgelehnt zu werden.

Ich würde diesen Jugendlichen so gerne sagen, dass sie sich nicht verstellen oder anstrengen müssen, um Anerkennung zu bekommen.
Das Jesus ihnen diese Liebe, nach der sie sich tief im Herzen so sehr sehnen, jetzt und hier anbietet!
Und das nicht wegen dem, wer sie sind, sondern wegen dem, was Jesus getan hat! Und auch nicht wegen dem, was sie getan haben, sondern wegen dem, wer Jesus ist!

Und meinen christlichen Lesern möchte ich sagen, dass wir diese Jugendliche nicht meiden oder Angst vor ihnen haben müssen, weil sie vielleicht nach aussen hin aggressiv wirken.

Denn letztendlich sehnen sie sich genauso wie wir nur nach einem: der Liebe und Anerkennung Jesu.

Und diese Liebe können wir ihnen ein Stück weit entgegenbringen.


Gebet erleben

Mai 18, 2007

In meinem letzten Beitrag hatte ich ja schon kurz erwähnt, dass auch bei uns in Ettlingen JesusHouse stattfand.
Da ich jetzt auch etwas mehr Zeit dazu habe, möchte ich an dieser Stelle auch noch einen kurzen Gedanken dazu loswerden:

Speziell in der Woche von JesusHouse, aber auch schon in den Wochen davor, ist mir nämlich eines bewusst geworden, und zwar, wie erlebnisgeil wir Menschen doch geworden sind, und dabei wichtige Dinge vernachlässigen!

Was ich damit meine? Mir ist das an einem Beispiel ganz besonders bewusst geworden. Die einzelnen Gebetskreise in den Wochen vor JesusHouse waren sehr schlecht besucht, und auch während den Abenden fanden sich nie mehr als maximal 5 Leute, die während der Veranstaltung draussen gebetet haben.

Ich muss mir da auch an die eigene Nase fassen, weil auch ich nur an einem der 4 Abende, an denen ich selbst da war, draussen zum beten war.
Ich konnte das an mir selbst beobachten, dass ich mich lieber durch das Programm und die Übertragung unterhalten liess, als draussen selbst für die Teilnehmer zu beten.

Die Frage ist doch: Was machen bekehrte Christen auf einer Evangelisationsveranstaltung, wenn sie nicht selbst direkt mitarbeiten oder mit einem ungläubigem Freund oder einer Freundin da sind?
Und ich glaube schon, dass bei uns mehr Christen als Nicht-Christen im Saal saßen.

Ich möchte das an dieser Stelle nicht pauschalisieren oder sonst irgendwie verurteilen, da ich keinem den Besuch einer Evangelisation verbieten möchte, aber es lohnt sich auf jeden Fall mal darüber nachzudenken, wieso wir uns lieber unterhalten lassen, anstatt selbst aktiv zu werden.

Wieso sind wir so scharf auf sogenannte Erlebnisgottesdienste?

Ich denke das hat schon auch was mit der Entwicklung unserer Gesellschaft zu tun. Wenn man sich hier in Karlsruhe umsieht, dann sieht man ständig nur noch Menschen mit Kopfhörern im Ohr oder Handys am Ohr.

Es scheint als könnten wir die Stille oder das Nichtstun nicht mehr ertragen.

Aber müssen wir Christen da wirklich mitziehen?

Wieso sind dagegen unsere Gebetsversammlungen so schlecht besucht?

Liegt es an unfähigen Leitern, wie vielleicht C.G. Finney sagen würde? Oder unterschätzen wir die Wirksamkeit des Gebets?
Vielleicht ist der Grund auch, dass ich beim Gebet selbst aktiv sein muss, und mich nicht unterhalten lassen kann?
Eine Gebetsversammlung ist sicherlich auch nicht so attraktiv wie ein Lobpreisgottesdienst, aber beides muss vorhanden sein!

Kumpel Arne hat mir letztens von einer Dreiecksbeziehung des Menschen erzählt, mit den drei Eckpunkten nach Aussen (zu den Nicht-Christen; zur Welt), nach Oben (zu Gott) und nach Innen (zur Gemeinde).
Und bei diesen drei Punkten müssen wir uns im Gleichgewicht befinden, d.h. keiner der drei Eckpunkte darf vernachlässigt werden.
Mir fällt dabei gerade auf, dass das Gebet sogar immer gleich zwei dieser Eckpunkte miteinbezieht (entweder bete ich für die Welt (Aussen) oder für meine Gemeinde (Innen), aber immer bete ich dabei zu Gott(Oben)).

Es kann einem ja schon zu denken geben, wenn man in der Apostelgeschichte liest, dass die Apostel sogar extra neue Verantwortliche für die Diakonie berufen hatten, nur damit sie selbst nicht das Gebet vernachlässigten (Apg 6, Vers 4: Wir aber wollen beim Gebet und beim Dienst am Wort bleiben.)!

Oder wie sehr halten wir die Aussagen von Jakobus „Viel vermag das inständige Gebet eines Gerechten.“ für wahr?

Vielleicht brauchen wir uns nicht darüber wundern, dass sich heute vergleichsweise wenige Menschen bei JesusHouse zu Gott umkehren, wenn wir so wenig dafür beten?

An dieser Stelle aber noch einmal der Hinweis, dass ich hier niemanden verurteilen möchte oder pauschalisieren möchte, sondern ich möchte einfach wieder nur zum Nachdenken anregen.

Vielleicht muss uns das Gebet auch einfach neu schmackhaft gemacht werden, bzw. an unsere heutige Zeit angepasst werden?
Aber dazu bin ich selbst vielleicht zu konserativ. Das wäre eher eine Sache für meinen Freund Arne.

Ich denke es ist immer gut und wichtig, sich selbst zu hinterfragen.

Prüft alles und behaltet das Gute!


Material für Glaubensgrundkurse

Mai 10, 2007

Nachdem auch bei uns Ende April JesusHouse stattgefunden hat, hatte ich mich dazu bereit erklärt, einen im Anschluss an JesusHouse stattfindenden Glaubensgrundkurs mitzuleiten.

Der Kurs hat letzten Freitag mit gemeinsamen Pizza essen begonnen und wird nun die nächsten 7 Wochen immer Freitag Abends um 19.30 Uhr bei uns im Gemeindezentrum in Ettlingen stattfinden.

Aus diesem Grund habe ich mir gedacht, dass es ganz nützlich wäre, dass Material zu den einzelnen Themen hier nach und nach auch online zu stellen, damit der ein oder andere dafür auch irgendwie Verwendung hat.

Der morgige Abend (und evtl. auch noch der nächste Freitag) wird das Thema Schöpfung – Sündenfall- Erlösung behandeln.
Ich finde dieses Thema absolut spannend und freue mich schon total darauf, morgen darüber reden zu dürfen.

Natürlich freue ich mich auch wieder über Rückmeldungen und ggf. Verbesserungsvorschlägen von eurer Seite zur Ausarbeitung.

Ausarbeitung hier downloaden:

Grundkurs – Schöpfung – Sündenfall – Erlösung


Rainer Meier – Ich bin ich

Mai 7, 2007

So, nach langer Schaffenspause gibt es an dieser Stelle mal wieder einen Open Mic – Beitrag, gehalten von unserem Pastor Rainer Meier am 20.04.07 in unserem Treff für Junge Erwachsene Linie 7.

Das Thema der Andacht war „Ich bin ich“.

Beitrag hier anhören:

Ich hoffe auch selbst bald wieder eigene Beiträge veröffentlichen zu können, mir fehlt nur momentan absolut die Zeit und Muse dazu.


Gott hat ein ZIEL mit deinem Leben!

April 19, 2007

Ich möchte heute kurz über einen Gedanken schreiben, der mich schon länger wieder beschäftigt (irgendwie fangen meine Beiträge immer so an, mir fällt nur keine bessere Einleitung ein).

Ich erlebe in meiner Gemeinde öfter mal, dass Freunde, wenn sie vor einer Entscheidung stehen klagen: „Oh, was will Gott nur was ich in dieser Sache tun soll? Ich hab schon so viel gebetet deswegen, aber ich bekomme einfach keine klare Antwort!“

Man kann wegen so einer Entscheidung dann fast verzweifeln! Aber kann das wirklich Gottes Absicht sein? Das passt irgendwie nicht zu der Aussage von Jesus: „Ich will euch Frieden geben“, oder?

Was haben wir da nicht richtig verstanden?

Ich glaube unser Problem kommt daher, dass wir oft meinen, Gott hätte einen bestimmten Plan für unser Leben, der so 1:1 umgesetzt werden muss.
Wir meinen, unser Leben muss auf einer von Gott genau vorgezeichneten Linie verlaufen. Und wehe wir verlassen diese Linie!

Aber ist das wirklich so? Steht das so in der Bibel?

Ich glaube, Gott handhabt dass ein wenig anders. Ich glaube die Aussage sollte nicht heißen, Gott hat einen PLAN für unser Leben, sondern Gott hat ein ZIEL für unser Leben!

Das ist vielleicht nur ein kleiner, aber feiner Unterschied.

Ich meine damit, dass Gott unser Leben zu einem ganz persönlichen Ziel hinführen will. Das ist nicht nur ein großes Lebensziel, das ewige Leben bei Gott, sondern dass sind auch kleine Etappenziele.

Die Wege die dorthin führen müssen aber nicht immer fest vorgeschrieben sein!

Viele Wege führen nach Rom!

Ich habe das selbst auch schon so erleben dürfen, und zwar als ich auf der Suche nach einem neuen Ausbildungsplatz war, als meine erste Ausbildungsfirma pleite gegangen war, und ich nicht so richtig wusste, wie es weitergehen soll.

Ich bin damals trotzdem noch in die Berufsschule gegangen, weil ich dachte dass das bei einer evtl. neuen Firma ganz gut ankommen würde, wenn ich, zumindest was den Schulstoff angeht, nix verpasst hätte.

Ich bekam in dieser Zeit dann aber auch ein Angebot von einem Bekannten, für 2 Monate in einer Firma arbeiten zu können, wo ich gutes Geld verdienen konnte. Allerdings hätte ich dann nicht mehr in die Schule gehen können.

Ich stand damals also vor der Entscheidung, ob ich weiter auf die Schule gehen soll oder zu arbeiten zu gehen.
Ich bat Gott darum, dass er mir doch eine klare Antwort geben sollte, ob Ja oder Nein, bzw. was ich denn jetzt genau machen sollte? Ich bekam leider keine klare Antwort bzw. mir wurde klar, dass ich die Entscheidung selbst zu treffen hatte.

Ich entschied mich für das Risiko, d.h. für die 2 Monate arbeiten, wobei dass evtl. eine schlechtere Vorrausetzung bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz hätte sein können.

Doch Gott hat es alles zu einem guten Ende geführt!

Ich bekam einen Ausbildungsplatz bei der Deutschen Telekom und die 2 Monate in der anderen Firma wurden mir sogar noch als Ausbildungszeit angerechnet!

Damit will ich nicht sagen, dass jede unserer Entscheidungen immer richtig sein muss!

Ein Beispiel dafür ist vielleicht Paulus, der auch die Entscheidung getroffen hatte nach Rom zu reisen und Gott hatte es verhindert.

Warum? Weil er ein anderes Ziel mit Paulus hatte.

Ein guter Freund von mir (sei mir nicht böse, dass ich dich hier erwähne) hat sich wegen einem Praktikum für den Herbst bei verschiedenen Firmen beworben, und nun 5 oder mehr Zusagen bekommen.

Er stellt sich nun natürlich auch die Frage, wo will Gott mich da haben?

Aber letztendlich wird er sich für eine der fünf Firmen entscheiden müssen, auch wenn Gott ihm da keine klare Antwort geben wird.

Man könnte sich dann ja fragen, wieso macht Gott uns diese Entscheidung so schwierig?

Aber sollten wir uns nicht eher freuen, dass er uns diese Freiheit lässt und wir sogar noch auswählen dürfen?

Ich bin mir sicher, dass Gott meinen Freund zu SEINEM Ziel führen wird, egal für welche Firma er sich entscheiden wird.

Eine Grundvoraussetzung bei allen unseren Entscheidungen muss aber immer sein, dass ich vorher Gott um Rat gefragt habe, und dass ich keine Entscheidungen gegen seine Maßstäbe treffe, die er uns durch die Bibel mitgeteilt hat!

Erst wenn ich mein Vorhaben mit ins Gebet genommen habe und anhand der Bibel überprüft habe, sollte ich auch eine Entscheidung treffen.

Ich bin mir sicher, dass selbst wenn ich dann immer noch eine falsche Entscheidung getroffen habe, Gott mich doch, wenn auch vielleicht auf Umwegen, zu SEINEM ZIEL führen wird.

Ich will dich mit diesen Gedanken dazu ermutigen, nicht aus Angst vor falschen Entscheidungen keine Entscheidung zu treffen, sondern den Mut und auch Vertrauen auf Gott zu haben, dass er dich, was für Umstände auch kommen mögen, zu seinem Ziel führen wird, wenn du nur nah genug bei ihm bleibst.

Ich bin natürlich wieder sehr auf eure Meinungen gespannt, auch wenn ihr andere Ansichten zu diesen Thema habt!

Also hinterlasst mir eure Kommentare.


Bin ich schon tot?

April 12, 2007

Als ich heute Morgen mal wieder im Römerbrief las, stolperte ich mal wieder über Römer 5,1: Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.

An sich ist die Aussage dieses Verses uns allen bekannt: Der Mensch kommt wieder mit Gott klar, weil der Sohn Gottes an Ostern durch seinen Tod am Kreuz dafür gesorgt hat.

Oder um die Volxbibel zu zitieren: Wenn wir keine Schulden mehr bei Gott haben, weil wir unser Vertrauen auf ihn setzen, ist der Weg jetzt ja frei! Wem haben wir das zu verdanken? Jesus!

Eigentlich klar, ne? Oder vielleicht doch nicht?

Ich bin mir nicht sicher, aber ich habe für mich persönlich den Eindruck, dass uns das vielleicht doch nicht so klar ist!?

Mein Eindruck ist, dass in vielen (christlichen) Büchern unserer Zeit viel zu sehr der Mensch im Mittelpunkt steht und dabei das Evangelium von Jesus aus unserem Blickfeld gerückt wird.

Auch bei unseren Predigten scheint das so zu sein.

Wie gesagt, das ist nur mein Eindruck, und ich stelle mir dabei auch die Frage, ob nur ich persönlich meinen Focus zu sehr auf mich gerichtet habe und dabei das Evangelium Jesu überhöre.

Ich sehe nur in meinem Leben, aber auch bei anderen Menschen, dass, wenn wir es ernst mit Jesus meinen, wir uns teilweise sehr viele Sorgen über unsere eigene Lebensführung machen.

Wir könnten verzweifeln, wenn auf unser Leben schauen und das ganze Versagen darin entdecken.

Wo ist die Liebe für meine Mitmenschen, von der Jesus spricht? Wieso bin ich Gott schon wieder ungehorsam gewesen, obwohl ich ihm 5 Minuten vorher im Gebet noch mit ehrlichen Absichten versprochen habe „dein Wille geschehe“?

Und ich glaube, dass Problem liegt eben darin, dass der moderne Mensch den Blick weg vom Evangelium auf sich selbst gerichtet hat.

Ob uns das nun durch Predigten oder Bücher vermittelt wird ist letztlich egal, denn es bleibt immer noch meine Verantwortung, die Wahrheiten Gottes zu erkennen.

Gott hat uns seine Wahrheiten durch die Bibel für alle Zeiten offenbart, und wir haben hier in Deutschland immer noch die Freiheit, jederzeit darin zu lesen.

Wenn wir weiter in den Römerbrief schauen, dann lesen wir in Römer 6,6: Das gilt es also zu begreifen: Der alte Mensch, der wir früher waren, ist mit Christus am Kreuz gestorben. Unser von der Sünde beherrschtes Ich ist damit tot und wir müssen nicht länger Sklaven der Sünde sein.

Ganz am Anfang steht dort: Das gilt es also zu begreifen.

Luther übersetzt: Wir wissen ja.

Und was wissen wir? Das unser alter Mensch mit Jesus gekreuzigt wurde.

Ich finde es krass, dass dort steht, dass wir wissen, dass unser alter Mensch, also unser altes Ich, mit seinen ganzen schlechten Verhaltensweisen, Gedanken und Wünschen, mit Jesus gekreuzigt wurde.

Wissen heißt nicht, dass ich etwas vermute oder hoffe, oder mir versuche einzureden.

Wissen heißt ich weiß es, ich bin überzeugt davon, es ist fest in meinem Herzen eingebrannt.

Ich habe mich gefragt, woher soll dieses Wissen kommen?

Watchman Nee schreibt in seinem Buch „Das normale Christenleben“, dass dieses Wissen nur durch göttliche Offenbarung kommen kann und dass wir Gott ausdauernd darum bitten sollen.

Prüft es für euch selbst.

Was ist die Folge von diesem Wissen bzw. wie soll ich mit diesem Wissen umgehen, auch gerade wenn mich die Sünde dazu verführen will, Dinge zu tun, die ich später wieder bereuen werde?

Eine Antwort darauf finden wir 5 Verse später in Römer 6,11:

So auch ihr, haltet dafür, dass ihr der Sünde gestorben seid und lebt Gott in Christus Jesus.

Die Gute Nachricht übersetzt den Anfang vielleicht etwas verständlicher:

Genauso müsst ihr von euch selbst denken:

Wenn wir wissen, dass unser alter Mensch mit Jesus gekreuzigt wurde, dann sollen wir auch so von uns denken: Wir sind tot für die Sünde.

Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir.(Galater 2,20)

Da steckt soviel drin, in diesen Versen und ich selbst habe es auch noch nicht ganz begriffen. Aber es hilft mir, wenn ich meine Gedanken in Worte fassen kann.

Ich denke wir müssen lernen, nicht zu sehr auf unser eigenes Leben und das ganze Versagen darin zu schauen.

Wenn wir auf uns selbst schauen, dann sehen wir dort nur unser altes, von der Sünde befallenes, Ich.

Und wir können uns selbst noch so anstrengen und noch so viele Bücher zur Verbesserung unserer Verhaltensweisen oder allgemein unseres Lebens lesen, wir werden immer wieder an uns selbst scheitern!

Die Wahrheit der Bibel dagegen ist, dass unser altes Ich mit Jesus zusammen gestorben ist!

Das gilt es zu erkennen, und dieses Wissen kann nur Jesus allein uns schenken.

Wir müssen lernen, auf Jesus zu schauen.

Auf Jesus zu schauen heißt genau das, was in Römer 6, 5 u. 11 steht:

Führt euch immer wieder vor Augen, dass ihr tot seid für die Anziehungskraft der Sünde und ihre Lockrufe.

Das Blut Jesu hat ein für alle mal alle Forderungen bezahlt, die die Sünde noch an uns stellt.

Vielleicht ist es auch das, was Jesus damit meint wenn er sagt: Bleibt in mir und ich in euch. (Johannes 15,4)

In Jesus bleiben heißt, sich das Evangelium Jesu immer wieder vor Augen zu führen.

Denken wir daran, wenn wir Römer 5,1 lesen?

Das nur der Glauben an Jesu Tat am Kreuz uns wieder klar kommen lässt mit Gott?

Der Glaube daran, dass unser altes Ich vor über 2000 Jahren mit am Kreuz starb und damit gleichzeitig für die Sünde starb?

Das Jesus nach 3 Tagen aber auch wieder auferstanden ist und uns es uns somit ermöglicht hat, ein neues Leben in ihm zu führen?

Ich glaube es gibt noch soviel zu erforschen, was dieses neue Leben in Jesus wirklich bedeutet.

Für heute möchte ich lernen, mehr auf das Evangelium Jesu zu schauen und weniger auf mich selbst.

Jesus hat mich ihn ihm von der Anziehungskraft der Sünde schon befreit.

Mein altes Ich wird es niemals schaffen, sich davon zu befreien. Das ist unmöglich!

Nur wenn ich mich selbst, mein altes Ich, für tot halte und mein neues Ich in Jesu Tod und Auferstehung erkenne, erlebe ich die Befreiung von der Sünde.

Lasst uns darum beten, dass wir dies erkennen, erfahren und leben.

Mehr und mehr davon zu frei zu werden, dass ist etwas, was Gottes Geist in mir bewirkt und was seine Aufgabe dabei ist.

Meine Aufgabe ist, nahe an ihm zu bleiben und auf sein Evangelium zu schauen.

Ich möchte zum Schluss noch einige Gedanken von Oswald Chambers aus seinem Andachtsbuch „Mein Äußerstes für sein Höchstes“ zitieren:

„Unsere Aufgabe ist nicht in erster Linie vollkommene Menschen zu sein, sondern das Evangelium Gottes bekannt zu machen.

Das Allerwichtigste ist, dass man erkennt, dass das, was Gott getan hat, die bleibende Wirklichkeit ist.

Die Wirklichkeit ist nicht menschliche Güte oder Vollkommenheit, Himme oder Hölle – die Wirklichkeit ist, dass Jesus uns frei gemacht hat.[…]

Eine untadelige Lebensführung kann uns nicht retten; sie kann nur Zeichen sein, dass Christus uns gerettet hat. Wenn wir an unsere gute Wesensart glauben, werden wir untergehen, sobald es ums Ganze geht.[…]

Paulus nahm sich selbst nicht allzu wichtig. Und solange wir uns auf unsere eigene untadelige Lebensführung konzentrieren, sind wir weit davon entfernt, wirklich zu erleben, dass wir freigekauft sind. Christliche Mitarbeiter versagen, wen sie ihren Wunsch nach persönlicher Vollkommenheit ernster nehmen als den Wunsch, Gott kennen zu lernen.

„Verlange nicht, dass ich mich mit der realen Kraft der Erlösung gegen den menschlichen Schmutz um mich her befasse; mich interessiert, was Gott tun kann, um mich vor mir selbst attraktiver zu machen.“

Solche Reden sind ein Zeichen, dass ich von dem, was Gott wirklich tut, nichts verstanden habe.[…]

Gott kann mich nicht frei machen, wenn ich mich nur für mich selbst interessiere.[…]

 

Das waren nun sehr viele Gedanken und vielleicht ist der Kern dieses Textes auch gar nicht mehr ersichtlich.

Aber ich würde mich freuen, wenn ich trotzdem einige Leser zum Nachdenken anregen konnte und ihr mir auch eure Gedanken als Kommentar hinterlassen würdet.

 


Du bist geliebt!

April 2, 2007

Wir haben später ja noch unsere Dance – Night hier in Linie 7.

Wenn ich an Tanzen denke, dann steigt sofort der Gedanke in mir hoch: „Nee, ich will nicht!“

Es ist ein Phänomen, dass wir hier im Süden Deutschlands irgendwie so verklemmt sind (als ob wir einen Stock im Allerwertesten hätten).

Woran das liegt habe ich noch nicht genau erforscht.

Ich weiß nur von mir, dass ich mich dabei immer so beobachtet fühle.

Ich frage mich immer, „Was denkt der andere von mir?“.

Bloß nicht vor den anderen lächerlich machen!

Ich könnte mich ja so spakig bewegen, dass die anderen sich über mich lustig machen!

Die beobachten mich ja die ganze Zeit.

Die große Angst die dahinter steckt ist wohl, dass irgendwann niemand mehr etwas mit mir zu tun haben möchte.

Ich bin ja der peinliche Typ der sich lächerlich gemacht hat!

Solche Gedanken kommen, wenn ich nicht weiß, wer ich selber bin.

Wenn ich mich selbst nicht kenne, und keine eigenen Standpunkte habe.

Wenn ich nicht weiß, wo und was mein Fundament ist.

Wenn ich nicht weiß, wer ich selber bin, dann versuche ich ständig jemand anderes zu sein.

Dann versuche ich mich meiner Umgebung so anzupassen, wie ich meine dass ich am Besten ankomme.

Aber wenn ich nicht sagen kann, was ich wirklich denke und fühle, dann werden meine eigenen Ideen und Emotionen irgendwann total verkümmern.

Dann wirke ich entweder künstlich oder emotionslos.

Ich muss lernen zu sagen, was mein Herz meint!

Ich denke, das Ziel eines jeden Menschen ist immer, sich bei seinen Mitmenschen angenommen zu fühlen.

Und wenn ich mich selbst nicht kenne und auch selbst nicht vollständig so akzeptiere wie ich nun mal bin, dann werde ich auch nie glauben, dass meine Mitmenschen mich vollständig so akzeptieren wie ich bin.

Es gibt da in der Bibel einen sehr interessanten Vers. Den kennst du vielleicht auch wenn du noch nie in der Bibel gelesen hast.

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst (Matthäus 22,39)

Ich habe oft nur den ersten Teil des Verses gelesen.

Aber da steht doch Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

Wenn ich mich selbst nicht annehme, dann kann ich auch nicht meine Mitmenschen lieben / annehmen.

Ich habe immer so gedacht, dass jeder Mensch sich selbst ja immer am meisten liebt, aber mittlerweile sehe ich dass eher, überspitzt formuliert, wie eine Hassliebe.

Zumindest bei manchen Menschen ist das so.

Wer von euch kennt Gollum aus Der Herr der Ringe?

Diese Kreatur, die so abhängig ist von diesem einen Ring.

Und Gandalf sagt über Gollum und den Ring einmal, dass Gollum diesen Ring gleichzeitig liebt und hasst.

Das er ihn auf der einen Seite für immer nur für sich besitzen möchte, auf der anderen Seite ihn aber am liebsten zerstören würde.

Ich denke so ähnlich ist das auch bei uns (wie gesagt nicht bei allen).

Zumindest lieben wir nicht alles an uns bzw. halten nicht alles für liebenswert.

Und ich denke da müssen wir hinkommen, dass wir erst einmal lernen uns selbst anzunehmen, so wie wir nun einmal sind!

Gott tut das genauso!

Er liebt uns bedingungslos, d.h. unabhängig von meinem Äußeren, meinen Gefühlen, meinen Taten, meinen Charakterschwächen usw.

Er ist es auch, der uns ein Fundament gibt.

Er zeigt uns wo wir hingehören – nämlich zu ihm!

Auch wenn wir uns für überhaupt nicht liebenswert halten, Gott tut es.

Auch wenn scheinbar niemand zu uns hält, Gott tut es.

Ein Gedanke: Wenn alle Christen den Vers Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst ausleben würden, dann gebe es ja eigentlich fast keinen Menschen in deiner Nähe, der dich nicht liebt.

Und falls in deiner Nähe tatsächlich doch überhaupt keine Christen wohnen sollten, so bleibt dir trotz allem immer noch die Liebe Gottes.

Passend dazu auch das Lied von Nickelback, dass heute Morgen im Radio kam:

If everyone cared and nobody cried

If everyone loved and nobody lied

If everyone shared and swallowed their pride

Wenn du heute Abend einen Satz mit nach hause nimmst, dann hoffentlich diesen: Du bist ein Geliebter / Du bist eine Geliebte!

Bedingungslos, unabhängig davon wer du bist und was du bisher in deinem Leben getan hast!

Bedingungslos. Es heißt in der Bibel auch, dass Gott uns zuerst geliebt hat, und dass er sich wünscht, dass auch wir ihn lieben, als Reaktion auf seine bedingungslose Liebe.

Wenn du wissen willst, was der Unterschied zwischen Christen und anderen Menschen ist:

Christen fragen nach dem Willen Gottes für ihr Leben, die anderen Menschen folgen ihrem eigenen Willen.

Als Antwort auf Gottes kompromisslose Liebe, als Dank für das Fundament das er jedem Mensch gibt und die Hoffnung auf ein besseres Leben nach dieser Welt.

Zum Abschluss möchte ich noch einen kurzen Text vorlesen:

Ich muss nicht stärker sein als ich bin, denn du hast mich zuerst geliebt. Ich muss nicht besser sein als andere, denn in deiner Liebe bin ich reich.

Ich muss mich nicht verstellen, denn ich bin dir zum Bilde geschaffen.

Dir gebe ich die Ehre.

(Sybille Fritsch)

Beitrag als Podcast anhören:


Den Verstand klar halten

April 2, 2007

(Skript und Audio-Beitrag unterscheiden sich vorallem in der Länge etwas, da ich das Open Mic eher spontan halten durfte.)

Den Verstand klar halten

Ich war am Dienstag nicht in der Schule!

Das muss ich bekennen, und ich will es nicht gutheißen!

Ich war nicht, nicht weil ich zu faul war. Ich hatte andere Gründe…

Das ich nicht faul war, belegt allein schon die Tatsache, dass ich stattdessen joggen war.

Morgens, um kurz nach 8.

Ich gehe gerne joggen, weil ich da ganz für mich allein bin, nachdenken kann, denn um mich herum ist nichts als nur die Natur.

Und ich gehe gerne joggen, weil ich mich da am Besten mit Gott unterhalten kann.

Das klingt vielleicht verrückt, aber es ist tatsächlich so!

Ich habe mich gefragt, warum ist das so?

Warum nehme ich Gottes Stimme gerade beim Joggen so intensiv war, und in meinem Alltag höre ich ihn so selten?

Im Wald bin ich von Nichts und Niemanden abgelenkt, ich kann mich ganz auf Gott konzentrieren.

Wie sieht mein Alltag dagegen aus?

Da überhöre ich Gott wie gesagt sehr oft.

Mein Alltag ist nämlich sehr oft sehr stressig, hektisch, und ich bin oft sehr abgelenkt.

Aber ich denke, ich kann dass nicht nur auf die Dinge um mich herum schieben!

Ich trage auch einen großen Teil dazu bei, dass ich Gott nicht wahrnehme!

Nämlich wenn ich meine Sinne und meinen Verstand benebeln lasse!

Für einen Christen ist vielleicht klar: Zuviel Alkohol, und Drogen generell, sind schlecht!

Aber dann sucht der Teufel sich eben andere Wege:

In meinem Fall ist das z.B. das Internet:

Ich verbringe viel zu viel Zeit damit, sinnlos auf irgendwelchen Seiten rumzusurfen.

Oder der Fußball: Ich könnte ständig irgendwelche Spiele im Fernsehen oder direkt im Stadion anschauen.

Frage an dich: Welche Dinge sind es bei dir, die deine Zeit und Aufmerksamkeit in Beschlag nehmen?

Ich meine damit die Dinge, für die wir uns überdurchschnittlich viel Zeit nehmen, und wovon wir auch nicht so leicht loskommen.

Ich möchte nicht alles schlecht reden, aber es kommt halt immer auf die richtige Dosierung an.

Ich will meine Sinne klar halten, und meinen Verstand nicht von irgendwelchen anderen Dingen benebeln lassen!

Wir brauchen uns nicht wundern, wenn wir Gott nicht wahrnehmen, wenn wir uns 1. nicht die Zeit für IHN nehmen, und wenn wir 2. unsere Sinne und unseren Verstand ständig von anderen Sachen benebeln lassen.

In meinem Fall ist das das Internet, aber dass kann auch zuviel Arbeit, Kino und DVDs, Drogen, Alkohol usw. sein.

Wenn wir unsere Sinne und unseren Verstand klar halten, dann wird dass meiner Meinung nach ganz konkrete Auswirkungen auf unser Leben haben:

Auf unseren Umgang mit unseren Mitmenschen, auf unser Verhalten in bestimmten Alltagssituationen und, ganz wichtig, auf unsere Wahrnehmung von Gott.

Ganz einfach, weil unsere Gedanken nicht ständig von anderen Dingen abgelenkt sind, sondern wir uns auf die Situationen, in denen wir uns gerade befinden, konzentrieren können.

Wenn wir Jesus als Vorbild nehmen, dann sehen wir auch dass er sich öfters zurückgezogen hat, um die Stille bei Gott zu suchen.

Damals gab es zwar noch kein Fernsehen oder Internet, aber Jesus hat seine Sinne auch nicht von anderen Dingen benebeln lassen, sondern er wollte immer bei klarem Verstand bleiben, um in den Situationen des Alltags mit klarem Verstand handeln zu können.

Praktisch kann das bei uns so aussehen, dass wir uns immer wieder bewusst Zeit für Gott nehmen, an Orten, wo uns nichts ablenken kann.
Vielleicht eignet sich ein Spaziergang im Wald sehr gut dazu?

Das ich vielleicht nicht einfach aus Langeweile im Internet surfe oder den Fernseher laufen lasse.

Das ich mir nur bewusst Zeit für etwas nehme, also z.B. den PC einschalte, weil ich eine Email schreiben möchte.
Danach schalte ich den PC aber wieder aus.

Wenn ich mich langweile, dann rufe ich doch einfach mal einen Freund oder eine Freundin an und verabrede mich zum Kaffee trinken.

Es ist nicht leicht, seine Gewohnheiten zu ändern, aber mit Gottes Hilfe und Gebet können wir es trotzdem schaffen.

Denn Gott liegt etwas daran, dass wir frei werden von Gewohnheiten, die uns gefangen halten und von IHM ablenken.

In dem Buch „The Revolutionary Communicator“ schreiben die beiden Autoren: „Aus Disziplin wird Gewohnheit, aus Gewohnheit wird Charakter.“

Das vielleicht nur zur Ermutigung.

Und auch wenn du Gott bisher noch nicht kennst, oder nicht an ihn glaubst, weil du Gott eben bisher noch nicht wahrgenommen hast, dann nimm dir doch einfach mal bewusst Zeit dafür!

Halte deine Sinne frei, damit du lernst ihn wahrzunehmen und zu erfahren, dass es Gott wirklich gibt.

Denn Gott verspricht: „Wer mich von ganzem Herzen sucht, von dem werde ich mich finden lassen. Und wer anklopft, dem wir aufgetan.“

Beitrag als Podcast anhören:


Gebet eines Geschädigten

März 7, 2007

Jesus, befreie mich von dem was mich gefangen hält.

Mach mich frei von meiner Bitterkeit, damit ich meinen Kopf wieder frei erheben kann.

Zerstöre was mich einschränkt und an mich selbst gebunden hält.

Hilf mir, dass ich meine Gefühle für mich und meine Haltung zu mir selbst nicht auf dich, mein Vater, übertrage.

Lass mich wieder wie ein Kind an deine großen Verheißungen glauben.


Arne Bachmann – Gottes Geschichte mit uns Menschen – Teil 2: Der Sündefall

März 5, 2007

Heute gibts auch gleich noch den zweiten Teil zu Arne’s Open Mic – Reihe zu Gottes Geschichte mit uns Menschen. Diesmal geht es um den Sündenfall.

Ist auf jeden Fall wieder hörenswert!